Luftfederung
Oktober 2011
Nachdem wir auch beim Esprit T6810 das Problem "Heckaufsetzer" bekommen haben, entschlossen wir uns zu dem nicht gerade preiswerten Einbau einer Zusatz-Luftfederung der Firma Goldschmitt für die Hinterachse. Im Gegensatz zum vorherigen Wohnmobil (Advantage), kommt hier eine 2-Kreis-Anlage zum Einsatz. Dies hat den Vorteil, dass zwischen linken und rechtem Hinterrad ein unterschiedlicher Druck eingestellt werden kann, was auch beim Niveau-Ausgleich auf einem schrägen Stellplatz hilfreich sein kann. Aufwändig ist die Anlage deshalb, weil wir beim Esprit das ALKO Fahrwerk haben, mit Einzelradaufhängung an der Hinterachse und Drehstabfederung.
Wie gewohnt, wird auch hier der Druck in den Luftfedern vom Fahrerhaus aus eingestellt. Eine zusätzliche Kontrollleuchte warnt vor zu niedrigem Druck, dieser könnte zu mechanischer Beschädigung des Faltenbalgs führen.
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Die Luftfederung hat nun für uns folgende große Vorteile:
1. keine Angst vor Aufsetzern bei Fähren oder sonstigen Unwägbarkeiten
2. Niveauausgleich auf schrägen Stellplätzen
3. deutlich verbesserte Fahrstabilität bei Kurvenfahrten inkl. besserem (einstellbarem) Federungskomfort
Insbesondere der letzte Punkt war für uns sehr überraschend. Das relativ weiche ALKO Fahrwerk wirkt nun deutlich harmonischer. Die Wankneigung bei Kurvenfahrten (vorher bisweilen recht schwammig) ist nahezu weg, trotzdem hat der Fahrkomfort auf "normaler" Straße noch zugenommen. Scheint ein Widerspruch zu sein, aber die Zusatzluftfederung hat wirklich diese Gratwanderung geschafft.
Einzig die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, da nur beide Seiten gemeinsam mit Druck beaufschlagt werden können. Ausschließlich "Druck ablassen" ist separat möglich. Während der Fahrt lenkt das doch ziemlich ab, insbesonders, weil das rechte Manometer nur schlecht für den "Bediener" zu sehen ist. Aber vielleicht gewöhnt man sich noch dran ... ;-)



