Anreise gen Norden (#01)
Mittwoch, 03. Dezember 2025
Detaillierte Übersichtskarte für den heutigen Tag von Lautertal bis Scharzfeld
Gezeichnet von der heutigen Beerdigung einer jahrzehntelanger Freundin starten wir am Nachmittag von zu Hause aus zu unserer Tour in den Advent. So langsam begreifen wir das unfassbare und vernehmen es als Realität ... jedoch ohne es auch nur annähernd verstehen zu können. Aber wir versuchen jetzt zumindest, uns auf die vor uns liegenden Tage zu konzentrieren.
Gegen 18:30 Uhr erreichen wir den "Wohnmobilstellplatz am Südharz" in Scharzfeld (Link). Diesen Platz haben wir in den letzten Jahren schon öfters angefahren, auch wenn wir die hier angebotene Infrastruktur nicht benötigen aber letztendlich doch auch mit bezahlen. Der Platz liegt für uns "strategisch" günstig, ist recht ruhig ... so sagen wir nur noch: passt schon !
Da heute nichts mehr passiert, was erzählenswert wäre, verabschieden wir uns für heute von euch und sagen:
Gute Nacht ... Freunde !
Anreise gen Norden (#02)
Donnerstag, 04. Dezember 2025
Detaillierte Übersichtskarte für den heutigen Tag von Scharzfeld bis Wewelsfleth
Nach einer angenehm ruhigen Nacht gönnen wir uns noch ein leckeres Frühstück, bevor wir weiter gen Norden aufbrechen.
Recht zügig erreichen wir entlang der B243 die Autobahn A7, die uns flott vorwärts bringt. Wären keine LKWs da, dann wäre die Autobahn praktisch leer. Aber man hat ja in den 1970er Jahren nichts besseres zu tun gehabt, den Verkehr von der Schiene weg auf die Straße zu bringen und anschließend die Infrastruktur zu vernachlässigen (Straße) oder sogar abzubauen (Schiene). Damit aber genug Politik ... aber es kam uns eben gerade so in den Kopf.
Wir bringen Hamburg hinter uns und steuern Glückstadt an. Der Stellplatz am Hafen liegt im Winterschlaf und ist gesperrt, die Alternative liegt auf einem PKW Parkplatz, wo die Parkplätze für Fahrzeuge bis sechs Meter taugen ... also brauchen wir eine weitere Alternative. Die könnten wir in Wewelsfleth am Hafen (Link) finden ...
Könnten ... aber da sind wir wieder einmal etwas pingelig. Links der Platz ist zu schräg (wie kann man so etwas überhaupt bauen ???), rechts der Platz, da müsste man sich längs stellen ... und überhaupt: wo steckt der Hafenmeister bzw. Platzwart ?
Rainer macht sich auf die erfolglose Suche ... brauchen wir jetzt eine Alternative von der Alternative der Alternative ?
Sieht wohl so aus ... aber vielleicht klappt es am "Landgasthof Lüders" (Link) hier im Ort ! Nur wenige 100m zu fahren ... das probieren wir aus. Vielleicht können wir dort auch lecker Essen gehen am Abend. Also los, fahren wir hin !
Zugegeben ... die Stellplätze hier am Landgasthof sind nutzbar, aber eher wohl für Fahrzeuge bis max. 6m Länge. Wir probieren jeden der 5 Plätze aus, entweder liegt praktisch ein Ast auf dem Dach oder die Nase von Mr. Esprit steht viel zu weit nach vorne ... aber bei einem Platz kann man es dann doch akzeptieren.
Als wir kurz vor 15 Uhr endlich unser "Stell-Eckchen" gefunden haben, ist der Landgasthof noch geschlossen. Stört uns nicht weiter, mit einem Kaffee vertreiben wir uns die Zeit. Gegen 17 Uhr fährt dann ein PKW auf den Hof, der Fahrer nimmt keine Notiz von uns. Gegen 17:30 Uhr wird Licht eingeschaltet, wir bereiten uns darauf vor, jetzt Essen zu gehen.
So stellen wir uns im Landgasthof artig vor und fragen freundlich, ob wir hier zum einen übernachten dürfen und zum anderen etwas zum Essen bekommen können.
Beide Fragen wurden äußerst freundlich, ja fast liebevoll positiv beantwortet. Wir möchten uns doch bitte einen Platz aussuchen, dann wird alles Notwendige geregelt. So ist es dann auch geschehen. Rainer bekommt eine leckere Portion Sauerfleisch, Mona gönnt sich einen super leckeren Rosenkohlauflauf.
Wir lassen uns Zeit und genießen so richtig unsere Mahlzeiten.
Rainer probiert den Rosenkohlauflauf und ist absolut begeistert, obwohl er sonst kein Gemüsefan ist.
Zwei Bier und einen Schnaps später bezahlen wir dann (das Essen inkl. Stellplatz) und ziehen uns ins Wohnmobil zurück.
Auch heute passiert nichts erzählenswertes mehr, deswegen sagen wir auch gleich:
Gute Nacht ... Freunde !
von Wewelsfleth nach Tönning
Freitag, 05. Dezember 2025
Detaillierte Übersichtskarte für den heutigen Tag von Wewelsfleth nach Tönning
Nach einer ruhigen Nacht wird zuerst ordentlich gefrühstückt. Wir wissen ja schließlich nicht, wann und wo wir wieder etwas zum Essen bekommen. Als erstes fahren wir heute die "Domstadt Meldorf" an. Einen Parkplatz finden wir hinter dem dortigen "Mühlen Bäcker" (Link).
Von hier aus sind es nur wenige Gehminuten vorbei am "Dithmarscher Landesmuseum" bis in Zentrum zum "Meldorfer Dom" (Link). Die im Volksmund Dom genannte Kirche ist eigentlich die "St. Johannes-Kirche". Ihr verdankt die Stadt Meldorf ihre besondere Prägung als "Domstadt im Herzen Dithmarschens“.
Der Meldorfer Dom gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Kirchenbauten an der Westküste. Er ist zwischen 1250 und 1300 erbaut worden als dreischiffige Basilika mit einem dreijochigen Querhaus und einem plattgeschlossenen Chor. Seine heutige Außengestalt erhielt der Dom nach einem großen Brand im Jahr 1866. Die mittelalterliche Gestalt des Innenraumes ist im wesentlichen erhalten geblieben.
Vom Dom haben wir euch ein paar Bilder mitgebracht:
Geht es euch manchmal auch so ? Nach dem Besuch des Meldorfer Doms haben wir auf einmal Hunger ...
Nur gut, dass heute Markttag ist, da kann Abhilfe geschaffen werden ! Schaut euch bitte die Bilder an:
Das Fischbrötchen war eine tolle Entscheidung, reichlich mit Matjes belegt, frisches und krosses Brötchen ... einfach lecker ! So können wir noch etwas die Altstadt von Meldorf erkunden.
INFO: Mit einem Augenzwinkern und nicht immer gern gesehen von anderen Zentren in der Region wird Meldorf als Kulturhauptstadt Dithmarschens bezeichnet. Aber so ganz ohne Grund ist der Ausdruck nicht entstanden. Der Dom ist eines der wichtigsten Bauwerke der Frühgotik an der Westküste, das Konzertleben ist ausgeprägt, es gibt ein ehrenamtliches Stadttheater, Kleinkunst findet in verschiedenen Ecken Meldorfs statt.
Meldorf ist eine Stadt, für die die Menschen aber auch die einzigartige Natur an der Nordsee eine große Bedeutung haben. Das Kulturleben in Meldorf ist sehr abwechslungsreich. Ob Konzerte im Meldorfer Dom, Theater in der Ditmarsia oder die Open-Air-Konzerte wie z.B. DAS! Summer Open Air oder der meldorfer kulturbonsche in den Sommermonaten. Um nur einige zu nennen.
In der Innenstadt gibt es viele inhabergeführte kleine Einzelhandelsgeschäfte, die zum Bummeln in Meldorf einladen. Im Wasser und am Wasser, in der Stadt Meldorf und um sie herum. Es gibt viel zu erleben und zu entdecken. (Quelle: www.mitteldithmarschen.de/)
Egal aus welcher Himmelsrichtung Besucher nach Meldorf kommen, das Erste was sie sehen, ist die St. Johannis-Kirche. Wegen ihrer Größe wird die Kirche auch "Dom der Dithmarscher" genannt, Bischofssitz ist Meldorf aber nie gewesen. Das Gotteshaus zählt zu den schönsten Bauwerken in Norddeutschland. Früher diente die Kirche als Seezeichen, denn Meldorf lag einst an der Nordseeküste.
Im Inneren ist St. Johannis reich an Kunstschätzen: Mittelalterliche Malereien verzieren die Gewölbekuppeln, der Passionsaltar von 1520 beeindruckt mit farbenprächtigen und vergoldeten Figuren und das große bronzene Taufbecken, das aus der Gründungsphase der Kirche stammt, wurde in einem Stück gegossen. Da das Gebäude aus Backstein besteht, ist die Akustik besonders gut.
Der Dom steht direkt am belebten Marktplatz. Südlich schließt sich das Burgviertel an. Dort gibt es noch viele hübsche historische Häuser mit Brettergiebeln und Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert. Der Name Burgviertel weist darauf hin, dass dort einmal eine Burg gestanden haben soll. Im Alten Pastorat in der Papenstraße, einem der ältesten Gebäude der Stadt, befindet sich die Museumsweberei.
Unser Stadtbummel durch Meldorf neigt sich dem Ende zu.
Wir kehren langsam und gemütlich zum Parkplatz zurück, wo unser Mr. Esprit geduldig auf uns wartet.
Mona springt noch schnell bei dem Bäcker hier rein und kauft ein paar Kleinigkeiten.
Das nächste Ziel für heute ist der "Größte Markplatz Deutschlands" (Link) in "Heide". Dort findet aktuell der alljährliche Weihnachtsmarkt statt, den möchten wir uns gerne mal wieder anschauen bzw. ihn besuchen. Mit dem Parkplatz direkt neben dem Weihnachtsmarkt klappt es sehr gut ... dann also mal los auf den "Weihnachtsmarkt Heide".
Dithmarscher Weihnachtsbummel im Nordseewind:
40 Hütten im Duft von Glühwein, Bratwürsten & süßen Leckereien laden mit vielseitigem Angebot schöner Dinge zum Schauen & Kaufen zur Weihnachtsmarkt in Heide ein. Auf der Heider Winterwelt verwöhnen Gebratenes, Gebackenes und dampfende Warmmacher die Gaumen & Kehlen. Sonntags erscheint der Weihnachtsmann und die Eisbahn garantiert winterliches Vergnügen für Groß & Klein auch über die Adventszeit hinaus.
(Quelle: www.deutsche-weihnachtsmaerkte.de)
Unseren Bummel über den Weihnachtsmarkt beschreiben wir mit ein paar Bildern:
Unsere Speisen auf dem Weihnachtsmarkt von Heide waren erwartungsgemäß sehr lecker.
Rainers Favorit ist natürlich der Grünkohl ... so haben wir wieder einen gewissen Sättigungsgrad erreicht und kehren zum Wohnmobil zurück.
Mittlerweile ist es schon kurz vor 15 Uhr. Die Dämmerung setzt langsam ein, das heißt für uns, einen Bleibe für die Nacht zu finden. Dazu fahren wir nach Tönning zum "Stellplatz Kapitänshaus" (Link), der etwas außerhalb der Stadt zu finden ist.
Wir sind uns nicht ganz sicher, ob der Platz geöffnet hat ... wir fahren ihn einfach mal an.
Dort angekommen erfahren wir, dass der Platz von Freitag bis Sonntag an den Adventswochenenden benutzbar ist. Da die sanitären Anlagen geschlossen sind, gilt ein reduzierter Preis. Das kommt uns doch sehr entgegen. Bezahlt wird diesmal auch nicht am Automaten sondern bar in einen Briefumschlag.
Es ist 15:45 Uhr, als wir uns auf den Weg in Richtung "Tönninger Hafen" machen. Das dortige "Historische Packhaus" müsste sich schon in den "längsten Adventskalender der Welt" (Link) verwandelt haben, dem Tönninger Weihnachtsereignis schlechthin.
INFO:
Das Weihnachtsereignis findet an allen vier Adventswochenenden jeweils von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr, statt. Zwischen Hafencharme und weihnachtlicher Gemütlichkeit erwarten Gäste liebevoll dekorierte Stände mit regionalem Kunsthandwerk, während der Duft von Punsch und Waffeln das traditionsreiche Gebäude erfüllen. Jedes Wochenende präsentieren wechselnde Aussteller Ihre Waren auf zwei Etagen: Ob selbstgestrickte Wollsocken, filigrane Papierarbeiten oder maritime Treibholzkunst, beim Weihnachtsereignis finden Gäste besondere Geschenke und echte Unikate. Die neuen Ereignishütten feiern in diesem Jahr ihre Weihnachtsereignispremiere und laden zu Leckereien wie Futjes, Bratwurst, Erbsensuppe, Crêpes und Glühwein sowie zum gemeinsamen genießen der Adventszeit ein.
(Quelle: www.toenning.de/toenning-erleben/)
Das "Historische Packhaus" ist für uns von besonderem Interesse. Vom Weg dorthin, vom Packhaus selbst und vom Hafen haben wir ein paar Bilder mitgebracht:
Auf dem Weg zurück zum Wohnmobil kommen wir nochmals bei der "Alten Werft" vorbei, die in der aktuellen Adventszeit auch bewirtschaftet ist. Wir können uns gut vorstellen, hier einen ordentlichen "Pharisäer" (Link) zu genießen.
Das Heißgetränk ist mit 6 Euro pro Tasse kein Schnäppchen, aber einer geht schon mal, zumal wir heute nicht mehr fahren müssen.
Wir kommen mit anderen Gästen ins Gespräch und so vergeht die Zeit so richtig schnell. In der Zwischenzeit ist es draußen so richtig dunkel geworden und die Adventsbeleuchtung vom Hafen müsste damit auch gut zur Geltung kommen.
Mit der nachfolgenden Bildergalerie zeigen wir euch das:





