von Jaderkreuzmoor bis Beerta (NL)
Samstag, 04. Juli 2026
Detaillierte Übersichtskarte für die Fahrt von Jaderkreuzmoor bis Beerta (NL)
Der Himmel ist stark bewölkt, immer wieder ein Regenschauer ... wir verlassen heute den Stellplatz am Melkhus von Jaderkreuzmoor und ziehen weiter. Schließlich wollen wir mit Käthe noch etwas sehen bzw. erleben.
Wir haben uns darauf verständigt, ein paar Tage in den Niederlanden zu verbringen. Wo im Detail ... das wissen wir im Moment selbst nicht wirklich. Einen ersten Halt gibt es für uns am Stadtrand von Leer (Ostfriesland). Hier besuchen wir das Einkaufszentrum "Multi Süd" (Link).
Wir brauchen nicht wirklich viel, aber wie es immer so ist, ein paar Dinge schaffen es immer in den Einkaufswagen. Ein Matjesbrötchen schafft es sogar in den Bauch von Rainer *grins*.
Alles gut verstaut und den kleinen Hunger vertrieben ... wir fahren weiter. Da wir nach Navi fahren, reisen wir nicht wie sonst über den kleinen Grenzübergang in die Niederlande ein, sondern entlang der A31 und A280 bzw. die niederländische A7.
Auch so erreichen wir den niederländischen Ort "Bad Neuschanz" (Link) zügig und ohne Probleme. Der Ort selbst interessiert uns nicht so wirklich. Der Supermarkt am Ortsrand schon mehr, da es dort einige typisch niederländische Leckereien gibt.
Einen Parkplatz finden wir, wie immer, im hinteren Bereich des Parkplatzes. Das Matjesbrötchen von vorhin ist mittlerweile Geschichte. Jetzt haben wir Lust auf eine Portion "Kibbelinge", die gibt es am Imbiss vor dem Supermarkt.
INFO:
Kibbeling ist ein traditioneller niederländischer Snack aus frittierten, mundgerechten Fischstücken, die in Backteig gewendet und goldbraun ausgebacken werden. Meist wird dafür Kabeljau, Seelachs oder Seehecht verwendet. Serviert wird der knusprige Leckerbissen typischerweise mit kräftigen Dips wie z.B. Knoblauchsoße ...
Der erste Einkauf auf niederländischer Seite ist schnell erledigt. Bilder haben wir keine gemacht, da der Supermarkt recht gut besucht war und auch Mitarbeiter an fast jeder Ecke zu sehen waren.
Da wir heute noch gerne etwas Körperpflege betreiben möchten (duschen), halten wir Ausschau nach einem Stellplatz mit entsprechenden Möglichkeiten. Den finden wir wenige Kilometer weiter am "Yachthafen Beerta" (Link).
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 60 Mobile am Ortsrand von Beerta. Der Stellplatz liegt an einer Marina, in Bachnähe, im Wald bzw. am Waldrand und auf einem für Reisemobile angelegten und ausgewiesenen Areal.
Überwiegend ebener Untergrund, kein Schatten. Befestigter Untergrund mit Rasengitter, Wiese, Sonstige. Zentrum zu Fuß erreichbar. ÖPNV-Anschluss am Stellplatz. Am Platz: Video-Überwachung, Stellplatz beleuchtet. In der Nähe: Bootsverleih, Spielplatz.
Preis pro Nacht: 18 EUR. Bezahlung: Hafenmeister. Strom, Wasser, Entsorgung Chemie-WC, WC, Dusche, WLAN, Hunde im Übernachtungspreis enthalten. Ganzjährig geöffnet.
Gemäß unseren Vorstellungen gönnen wir uns die gewünschte Körperpflege. Das tut auf jeden Fall gut. Klar ... wir könnten auch im Wohnmobil duschen, aber das machen wir äußerst ungern.
Im Mr. Esprit ist die Dusche in über 10 Jahren maximal 3x benutzt worden ... nur so zur Info.
Zurück im Wohnmobil öffnet Mona eine Oberschrankklappe an der Rundsitzgruppe ... ihr kommen Sägespäne und 4 Schrauben entgegen:
Tja ... übel ... und das bei einem Fahrzeug aus deutscher Produktion nach wenigen Tagen der Nutzung.
Die Schrauben sind regelrecht herausgerissen. Vermutlich wurden sie überdreht bei der Montage. Naja ... da muss sich wohl die Werkstatt drum kümmern.
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Wir ziehen uns zurück und lassen den restlichen Abend an der Rundsitzgruppe von Käthe ausklingen.
Und deswegen sagen wir auch nur noch:
Gute Nacht ... Freunde !
von Beerta bis TC Borger
Sonntag, 05. Juli 2026
Detaillierte Übersichtskarte für die Fahrt von Beerta bis TC Borger
Der Himmel ist stark bewölkt, immer wieder ein Regenschauer ... mehr oder weniger. Trotzdem verlassen wir gegen 11 Uhr, also relativ spät, den Stellplatz am Yachthafen von Beerta. Eine ruhige und entspannte Nacht liegt hinter uns, so soll es ja sein.
Wir benötigen ein paar Kleinigkeiten aus dem Supermarkt, dazu fahren wir nach Veendam zum "Winkelzentrum Autorama" (Link) ... ein überschaubares Einkaufszentrum. Der gewünschte kleine Einkauf ist schnell erledigt, wir fahren weiter in Zentrum von Veendam ... einen passenden Parkplatz für Käthe finden wir hier (Link).
Vom Parkplatz aus sind es nur wenige 100 Meter zu Fuß bis zum "Veenkoloniaal Museum" (Link), welches wir heute besuchen möchten.
Veenkoloniaal Museum in Veendam
Das Museum zeigt nicht nur die Geschichte des Torfabbaugebiets in Groningen.
Untergebracht in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1911, präsentiert das Veenkoloniaal Museum die Entwicklung des Groninger Torfabbaugebiets, aber auch die Geschichte hunderter Binnenschiffe und ebenso vieler Kapitänsfamilien.
Für das Groninger Torfabbaugebiet war das 19. Jahrhundert ein goldenes Zeitalter. Landwirtschaft, Schifffahrt sowie die Kartoffelstärke- und Strohpappenindustrie florierten.
Hunderte von Kapitänen segelten von Veendam , Wildervank , Oude Pekela und Nieuwe Pekela nach Portugal, Großbritannien und in die Ostsee.
Strohpappe wurde nach England exportiert, was den Namen Albion einer der Fabriken erklärt. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass diese unternehmungslustigen Dörfer mehr als vierzig Kilometer von der Küste entfernt liegen.
Das Veenkoloniaal Museum, das zuvor im Rathaus und in der Polizeistation untergebracht war, befindet sich seit 1989 in den Räumlichkeiten der ehemaligen RHBS von Veendam.
Das charakteristische Gebäude wurde 1910 erbaut, um die lokale Bildungseinrichtung zu beherbergen, und ist heute ein nationales Denkmal.
Neben der Möglichkeit, die ständige Sammlung zu zeigen, bietet dieses Gebäude auch Platz für Wechselausstellungen, die oft einen Bezug zur Geschichte haben, die in der Dauerausstellung erzählt wird.
INFO:
Das Gebäude, in dem sich das Veenkoloniaal Museum befindet, war früher die staatliche höhere Sekundarschule (RHBS) von Veendam.
Es war der Wunsch und das Bestreben des Geistlichen, Schriftstellers und Dichters Anthony Winkler Prins (1817–1908), in Veendam eine Gesamtschule zu gründen. Daher vereinigte er Ende des 19. Jahrhunderts die Seefahrtschule mit der Lateinschule. 1910, zwei Jahre nach seinem Tod, wurde sein Wunsch Wirklichkeit. Der Staatsarchitekt JAW Vrijman errichtete ein imposantes Schulgebäude mit Turnhalle und Hausmeisterwohnung.
Das Gebäude wurde im Stil der Um 1800 entworfen. Dieser konservative Architekturstil orientiert sich an der klassischen Architektur. Seine Blütezeit erlebte diese Stilrichtung zwischen 1905 und 1914. Deutliche neoklassizistische Einflüsse sind im Um-Stil erkennbar, ebenso wie Elemente des Jugendstils. In den Niederlanden ist der Stil auch als Neuer Historismus oder Reorientierung bekannt. Die Um 1800 stellt eine Reaktion auf den Rationalismus dar.
Der Eingang wird von einer monumentalen Treppe mit einem Geländer aus geschwungenen Jugendstilornamenten geziert. Diese Jugendstilelemente sind, wie bereits erwähnt, im Stil um 1800 vertreten. Zu Ehren von Anthony Winkler Prins wurde am Eingang eine von dem friesischen Bildhauer und Künstler Tjipke Visser (1876–1955) entworfene Jugendstiltafel angebracht. (Quelle: www.veenkoloniaalmuseum/)
Zurück am Wohnmobil überlegen wir den weiteren Verlauf des Tages. Die Entscheidung fällt auf das Eisenbahnmuseum "Museumspoorlijn STAR" (Link) am Bahnhof von" Stadskanaal". Hier soll auch eine Veranstaltung sein. Wir lassen uns einfach mal überraschen !
Ein passender Parkplatz neben den Gleisen ist schnell gefunden und dann heißt es auch schon:
INFO:
Willkommen bei der Museumsbahn STAR , der längsten Museumsbahn der Niederlande. Entdecken Sie unsere Bahnstrecke an der Grenze zwischen Groningen und Drenthe und erleben Sie eine einzigartige Zugreise in die Vergangenheit.
Die STAR wurde 1992 gegründet, um den Tourismus und die Erholung in der Region zu stärken und die Bahnstrecke Veendam-Stadskanaal-Musselkanaal zu erhalten. Aufgrund von Problemen mit einem großen Investitionsprojekt zwischen 2004 und 2007 geriet die Stiftung in erhebliche Schulden. Die Provinz Groningen und die Gemeinden Stadskanaal und Veendam halfen damals mit einer Übergangslösung: einer Teilrückzahlung und einem Darlehen der Rabobank für die Restschuld.
Nach über 15 Jahren der Ungewissheit kann STAR nun wieder nach vorn blicken. Die Stiftung ist schuldenfrei und verfügt über eine deutlich bessere finanzielle Ausgangslage. In der kommenden Zeit werden Teamleiter, Berater und der Vorstand an einer Zukunftsvision arbeiten. Diese wird unter anderem den Instandhaltungsstau, die Niedersächsische Bahnlinie, den Rückkauf von Gebäuden und Grundstücken thematisieren. (Quelle: www.stadskanaalrail.nl)
Zwei Museen an einem Tag besucht ... damit soll es auch genug sein mit Kultur für heute. Die Hüfte von Rainer hat auch die Nase voll, deswegen suchen wir nach einem geeigneten Stellplatz für uns. Fündig werden wir im Ort Borger, nur wenige Kilometer entfernt.
Dort gibt es (außerhalb vom Ort gelegen) den Wohnmobilstellplatz "Nuuverstee" (Link). Der Platz besticht durch eine geniale Platzaufteilung und einem kompletten Serviceangebot. Der Platz liegt am Rande des charmanten Dorfes Borger und nur wenige Gehminuten von den ausgedehnten Wäldern von Drenthe entfernt.
Die Stellplätze für Wohnmobile sind wunderschön angelegt, halb gepflastert, halb mit Rasen. Man darf sein Vorzelt auf dem Rasen ausbreiten, Teppiche und Zelte sind jedoch nicht erlaubt, um den Rasen zu schonen. Die detaillierte Ausstattung ist auf der Webseite zu finden ... (Link).








