Wohnmobil gucken - Part 1
Samstag, 21. Februar 2026
In Vorbereitung des Themas "Wohnmobil gucken" haben wir in der gut eine Autostunde von uns entfernten Stadt "Ilmenau" (Thüringen) einen Termin bei einem dortigen Wohnmobilhändler vereinbart. Zu diesem Händler haben wir seit einigen Jahren einen lockeren Kontakt, aber ohne das wir dort jemals etwas gekauft hätten oder etwas hätten reparieren lassen. Bei ihm haben wir folgende Fahrzeuge in die Auswahl genommen:
- Eura Mobil "PROFILA PT 720 EF" (Link), ein Teilintegrierter mit ähnlichem Grundriss wie unser bisheriger
- Eura Mobil "Activa One 650 HS" (Link), ein Alkovenfahrzeug mit einem völlig anderen Grundriss
Beide Fahrzeuge haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Wir müssen für uns herausfinden, welches für uns das am besten geeignete Fahrzeug ist. Kein einfaches Unterfangen ! Der dortige Verkäufer glänzte leider nicht mit fundiertem Wissen über die Fahrzeuge und der Preis für die Inzahlungnahme war deutlich unter dem Marktpreis, also definitiv zu niedrig.
So verabschieden wir uns freundlich, aber bestimmt von diesem Händler. Den nächsten auserwählten Händler findet man in Wertheim.
Heute ist Samstag, der Händler hat erst am Montag geöffnet. Wir müssen noch etwas Zeit überbrücken.
So fahren wir Wertheim ein gutes Stück entgegen, halten aber zur Übernachtung auf dem Stellplatz von "Grafenrheinfeld" (Link).
Es hat übrigens die ganze Strecke entlang nur einmal geregnet.
Heute passiert nichts weiter, was erzählenswert wäre, deswegen sagen wir auch schon jetzt:
Gute Nacht ... Freunde !
--- Wertheim ---
Sonntag, 22. Februar 2026
Nach einer recht ruhigen Nacht genießen wir bei Regenwetter unser obligatorisches Frühstück im Wohnmobil. Heute fahren wir weiter an den Bestimmungsort für den morgigen Tag, nämlich nach "Wertheim" und platzieren uns auf dem dortigen Stellplatz (Link) unter der Brücke.
Das ist sicherlich nicht der schönste und leiseste Stellplatz, dafür aber kostenlos. Für eine Nacht sollte das okay sein. Außerdem soll es nachmittags das Regnen aufhören, dann könnten wir von hier aus bequem in die Altstadt laufen und dort etwas bummeln.
Sind wir mit unserer Entscheidung bezüglich Wohnmobil weiter gekommen ? Etwas ... ja, aber es ist nichts in Stein gemeißelt *grins*.
Tatsächlich hält sich das Wetter an die Vorhersage und es hört am frühen Nachmittag auf zu regnen. Wir nutzen den Moment, mit Schirm bewaffnet, den Weg in die Altstadt anzutreten. Der Weg führt uns am Main entlang, der schon einen recht hohen Wasserstand hat. Daran ist wohl auch die hier zufließende Tauber nicht ganz unschuldig, die ebenfalls einiges an Wasser zuführt.
Es steht also kurz vor dem Überlauf an der einen oder anderen Stelle ... Oberkante Unterlippe ... oder Unterkante Oberlippe ?
Aber für die Altstadt besteht aktuell keine Gefahr, da fehlt noch einiges an Wasserstands Höhe. Das ist doch auch irgendwie beruhigend.
Wir bummeln gemütlich durch die Altstadt, besuchen die Stiftskirche und landen letztendlich im Stadtcafé für eine kleine Stärkung, der Witterung angepasst *lach*. Die folgende Bildergalerie zeigt unsere Eindrücke:
Am späten Nachmittag kehren wir zum Stellplatz unter der Brücke zurück ... es regnet übrigens wieder einmal. Immerhin haben wir es geschafft, einen schönen Spaziergang zu machen, das ist ja wenigstens etwas.
Wir machen es uns im Wohnmobil gemütlich und sind gespannt auf den morgigen Tag. Im Gewerbegebiet von Wertheim ist ein größerer Wohnmobilhändler, der unter anderem auch Fahrzeuge der Marke "Dethleffs" (wie unserer) verkauft. Da versprechen wir uns eine etwas günstigere Preisgestaltung.
Am heutigen Abend schauen wir noch etwas fern und sind gespannt, ob wir hier "unter der Brücke" einigermaßen schlafen können ... in diesem Sinne sagen wir jetzt:
Gute Nacht ... Freunde !
Wohnmobil gucken - Part 2
Montag, 23. Februar 2026
Etwas unerwartet liegt eine recht ruhige Nacht hinter uns, wir konnten gut schlafen. Wir frühstücken noch in aller Ruhe, dann geht es los zu dem bereits genannten Wohnmobilhändler.
Zusammen mit einem kompetenten Verkäufer schauen wir uns den "Dethleffs Globebus Performance" an. Auch wenn uns der Wagen in einigen Punkten gefällt, vor allem wegen dem VW Crafter als Basis ...
... so richtig überzeugt sind wir letztendlich doch nicht, wirkt dunkel, ist schmal gebaut und: man möchte hier unseren Dethleffs nicht in Zahlung nehmen. Damit war der Punkt gesetzt und wir verabschiedeten uns.
Nun haben wir zwei von vier angedachten Händlern besucht und sind doch etwas bestürzt über die aktuelle Situation. Haben wir überhaupt eine vernünftige Chance unser jetziges Fahrzeug zu einem vertretbaren Preis in Zahlung zu geben ? Uns kommen Zweifel.
Wir haben den Weg in Richtung München eingeschlagen. In Sulzemoos gibt es mehrere Händler unter einem Dach, aber irgendwie haben wir keine Hoffnung, dort zu einem vertretbaren Ergebnis zu kommen. Auf der Autobahn taucht die Ausschilderung nach Stuttgart auf ... wollen wir den dritten Händler ausfallen lassen und direkt zum vierten, von uns ausgewählten Händler fahren ? Wir wollen !!!
Ein paar Stunden später erreichen wir den Ort "Remshalden-Grunbach" und damit auch einen der großen Händler der Marke "Eura Mobil" (Link). Parken auf dem Firmengelände praktisch unmöglich, der Hof ist rappelvoll mit neuen und gebrauchten Fahrzeugen ... wir ziehen uns zurück und parken gegenüber bei einem Restaurant.
Wohnmobil gucken - Part 3
immer noch: Montag, 23. Februar 2026
Also dann ... los geht es zum dritten Anlauf mit "Wohnmobile gucken". Erst laufen wir die Reihe der im Hof stehenden Wohnmobile ab und entdecken auch gleich ein Objekt der Begierde. Dann schauen wir in die Ausstellung hinein. Unten stehen die Allradfahrzeuge mit Preisen ab rund 200.000 Euro aufwärts. In der oberen Etage stehen dann die eher "normalen" Fahrzeuge. Hier beginnt der Preisrahmen bei etwa 100.000 Euro ... immer noch eine Menge Geld ... ohne wenn und aber !
Dann treffen wir auf Hr. Sprenger, dem Chef des Ganzen und verfallen in ein kurzes Gespräch in dem wir unsere Vorstellungen vermitteln. Da Hr. Sprenger schon gerade Kunden hat, bietet er uns an, uns mit einem Kaffee in das gewünschte Fahrzeug zu setzen und dies auf uns wirken zu lassen. Es ist ein "Eura Mobil Activa One 650 HS", ein Fahrzeug welches wir schon in Ilmenau anschauen durften. Genüsslich den Kaffee schlürfend schauen wir uns um, lassen den Raum auf uns wirken. Hier die ersten Bilder vom Innenraum:
Der Aufstieg zu den Betten gelingt übrigens problemlos über eine ausziehbare Klapptreppe und NICHT über eine Leiter !
Nach gut einer halben Stunde treffen wir Hr. Sprenger wieder und berichten von unseren Eindrücken. Dabei lassen wir schon klar erkennen, dass wir an einem solchen Fahrzeug interessiert sind.
Wir verabreden einen Beratungstermin für den morgigen Tag um neun Uhr morgens. Das könnte dann mal spannend werden !!!
Wir ziehen uns in unser Wohnmobil zurück und schauen nach einem passenden Stellplatz für die Nacht. Den finden wir letztendlich in der Stadt "Waiblingen": Der dortige Stellplatz am Hallenbad (Link) hat eine komplette Ausstattung und die Altstadt liegt in fußläufiger Entfernung.
Einzig die Lage an einer vielbefahrenen Straße ist etwas suboptimal. Aber die eine Nacht werden wir wohl schaffen.
Mittlerweile ist 16:30 Uhr. Zum einen möchten wir noch die Altstadt von Waiblingen besuchen und anderen haben wir ziemlich Hunger. Vielleicht finden wir auch am späten montäglichen Nachmittag noch etwas passendes, um unseren Hunger in Griff zu bekommen.
Also dann ... auf geht es in die Altstadt (Link). Hier eine paar Bilder von unserem Stadtbummel:
Gut gesättigt kehren wir zum Stellplatz zurück und machen es uns im Wohnmobil gemütlich.
Heute passiert nichts Erwähnenswertes mehr, deswegen sagen wir auch schon jetzt:
Gute Nacht ... Freunde !
Wohnmobil gucken ... nein: kaufen ?
Dienstag, 24. Februar 2026
Die Nacht war, wie erwartet, nicht besonders ruhig. Ab fünf Uhr morgens kommt die Rush-Hour ganz gewaltig. An Schlaf war nicht mehr wirklich zu denken. Wir beschließen recht zeitig, diesen Platz zu verlassen ... und zwar ohne Frühstück. Das machen wir dann, wenn wir am Parkplatz gegenüber von Mi-Mobile sind. Da können wir uns Zeit lassen und gemütlich frühstücken. Hat ja auch was.
Bevor wir den Platz verlassen, leeren wir noch den Urin-Kanister, dann bezahlen wir und verlassen problemlos den gemischten Park- und Stellplatz. Die Fahrt ist hektisch, es ist ziemlich viel los, alle wollen wohl zur Arbeit und dabei der Erste sein. Man muss höllisch aufpassen !
Zum Glück wohlbehalten erreichen wir den Parkplatz vom griechischen Restaurant. Dort stellen wir uns so platzsparend wie möglich hin und gönnen uns unser Frühstück.
Pünktlich um 09:00 Uhr betreten wir die Ausstellungshalle, Hr. Sprenger begrüßt uns auch sogleich und wir nehmen in seinem Büro Platz. Schon gestern hat er erwähnt dass er uns Fahrzeuge aus dem sog. Vorlauf anbieten kann. Das sind Fahrzeuge, die er als Ausstellungsfahrzeuge für sich bestellt hat. Eines wird im April 2026 gebaut, die beiden anderen im Juli 2026. Wir interessieren uns für das erste Fahrzeug, wir wollen die Sache nicht lange aufschieben. An der Konfiguration kann allerdings nichts mehr geändert werden ... aber gut, genau genommen hätten wir es uns auch so zusammengestellt. Dann geht es natürlich um das Finanzielle ... da wird es richtig spannend. Hier ein Nachlass weil der Himmel blau ist, da ein Nachlass, weil er gute Laune hat, dort ein Nachlass weil wir so nett sind ... nein ... Quatsch ... es gibt schon einiges an Nachlässen, das ist auch gut so, und die Inzahlungnahme von Mr. Esprit wird nochmal so richtig spannend. Recherche von ihm im Internet und und und ... auf einmal wird das Paket rund, ein klarer Differenzbetrag zur Aufzahlung steht fest. Etwas höher, als geplant, aber stemmbar.
Es geht jetzt nur noch um die Formalitäten ... Papierkram eben ... unvermeidlich ... leider !
Kurz vor 11 Uhr sind wir fertig, mit einem Händedruck verabschieden wir uns.
Zurück in unserem Wohnmobil schauen wir uns in die Augen:
Wir haben ein fabrikneues Wohnmobil gekauft !!!

