von Stryn nach Kvam
Montag, 25. August 2025
Detaillierte Übersichtskarte für die Fahrt von Stryn nach Kvam
Die Nacht auf dem Platz "Stryn Camping" (Link) haben wir entspannt und ruhig hinter uns gebracht. Heute werden wir zuerst das machen, was uns vor drei Jahren verwehrt geblieben ist ... ein Stadtbummel in Stryn zum Beispiel. Aber zuerst werden wir uns an der Rezeption von der Senior Chefin ordentlich verabschieden und ganz einfach und allgemein "DANKE" sagen für alles. Wir halten das einfach für nötig ... Punkt !
Sodann fahren wir in den Ort hinein und suchen uns einen geeigneten Parkplatz. Den finden wir am Straßenrand in der "Tinggata". Eine Regelung bezüglich der Parkzeit scheint es hier nicht zu geben ... also, dann mal los !
INFO: Das malerische Dorf Stryn liegt am Ufer einer kleinen Bucht am Haupt-Nordfjord in der atemberaubenden Fjordlandschaft Westnorwegens. Mit einer Landschaft aus massiven Klippen, tiefblauen Lagunen und beeindruckenden Wasserfällen hat Stryn eine der prächtigsten Landschaften der Welt.
Eine großartige Sache an Stryn ist, dass es das ganze Jahr über besucht werden kann. Stryn ist das perfekte Ziel für einen Paarurlaub oder einen unterhaltsamen Sommerurlaub für kleine Gruppen von Freunden. Familien werden in diesem schönen Bezirk viel zu tun finden, und es ist auch eine großartige Option für einen Solo-Urlaub, der sich auf die herrliche Natur konzentriert. Stryn ist ein großartiger Ort, um zwischen Spätfrühling und Ende des Sommers bei warmem Klima Spaß und einzigartige Aktivitäten zu erleben, aber auch Herbst und Winter haben den Reisenden viel zu bieten. (Quelle: www.fjordtours.com/de/norwegen/reiseziele/westnorwegen/stryn)
Mit einer Bildergalerie zeigen wir Sehenswertes aus Stryn:
Wir verlassen Stryn entlang der Fv15 in Richtung "Otta". Die Straße ist angenehm zu fahren und bietet eine typisch norwegische Landschaft. Hohe Berge, tiefe Täler, reißende Bäche, tiefe Schluchten und vieles mehr. Mehrere Haltebuchten bieten die Möglichkeit, inne zu halten und die Landschaft und die Natur zu genießen.
Wir haben an mehreren Stellen angehalten und ein paar Fotos eingefangen. Im Laufe der recht vielen Kilometer änderst sich ständig die Landschaft und die Natur.
Mit der nachfolgenden Bildergalerie versuchen wir, hiervon einen Eindruck zu vermitteln:
Eine Strecke von 190 Kilometern und eine Fahrtzeit von zwei Sunden und 50 Minuten liegen hinter uns, als wir uns dem Städtchen "Otta" (Link) nähern. Ein Parkplatz neben einer Baustelle am Bahnhof bietet sich uns an und wir nehmen es auch dankend an ... er ist kostenlos !
INFO: Otta ist eine Stadt in der norwegischen Kommune Sel in der Provinz (Fylke) Innlandet. Die Stadt stellt das Verwaltungszentrum von Sel dar und hat 2313 Einwohner. Otta ist ein sogenannter Tettsted, also eine Ansiedlung, die für statistische Zwecke als eine Ortschaft gewertet wird. Die Ortschaft liegt im oberen Gudbrandsdalen. Von Westen stößt das Tal Ottadalen hinzu. In Otta mündet die durch das Ottadalen fließende Otta in den durch das Gudbrandsdalen fließenden Lågen. Nahe bei Otta liegt das Rondane-Massiv, das 1962 zum ersten Nationalpark in Norwegen wurde und einige Gipfel über 2000 Meter aufweist.
Der 1896 eröffnete Bahnhof Otta an der Bahnlinie Dovrebanen ist ein regionaler Umsteigepunkt zwischen Zug, Bus und Taxi. Der Bahnhof liegt rund 290 Schienenkilometer vom Osloer Hauptbahnhof Oslo S entfernt. In Otta zweigt der Riksvei 15 nach Måløy in Vågsøy von der Europastraße 6 ab.
Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für die Kommune. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist die Industrie mit der Holz- und Lebensmittelindustrie. (Quelle: Wikipedia)
Nach dieser kurzen Info über Otta geht es nun auf eine eigene Erkundung. Hier die Bilder:
Wir würden "Otta" eher als Kleinstadt bezeichnen. Das Stadtzentrum hat nicht wirklich viel zu bieten, so sind wir eigentlich auch schnell durch. Auf Grund der tollen Wetterlage mit viel Sonne und blauem Himmel bei moderaten Temperaturen wäre uns jetzt ein schöner Übernachtungsplatz recht.
Ein Blick in Park4Night ... tataaa ... schon haben wir in etwa 20km Entfernung etwas entdeckt. Freier Platz, kostenlos, ohne jeglichen Service ... genau das gefällt uns heute. Dazu noch direkt am Fluss "Gudbrandsdalslågen", das ist einer der beiden Abflüsse des Sees "Lesjaskogsvatnet". Er durchströmt das "Gudbrandstal" ...
Also dann ... nichts wie hin und hoffen, dass für uns noch ein freier Platz vorhanden ist !
Zügig erreichen wir den Platz "Skardsanden" (Link) und wir haben tatsächlich Glück und es sind noch Plätze frei, so haben wir zumindest eine kleine Auswahl. Wir stellen uns etwas abseits, mehr an der Nebenstraße Fv 417 gelegen, aber wir gehen davon aus, dass es Nachts eh ruhiger sein wird.
Gerne zeigen wir euch noch ein paar Bilder:
Heute Abend passiert weiter nichts, was man hier noch sinnvoll erzählen könnte.
Deswegen sagen wir jetzt zu euch:
Gute Nacht ... Freunde !
von Kvam nach Biristad
Dienstag, 26. August 2025
Detaillierte Übersichtskarte für die Fahrt von Kvam nach Biristad
Die Nacht auf dem Platz war dann doch nicht ganz so ruhig, wie gedacht bzw. erhofft. An dieser Stelle haben wir wohl den Fahrstil der norwegischen Autofahrer falsch eingeschätzt. Aber gut, wir sind einigermaßen ausgeschlafen und das zählt !
Noch ist uns das Wetter wohl gesonnen, eher selten in Norwegen, aber passiert ... wie man sieht !
Gegen 09:30 Uhr verlassen wir den Stellplatz und fahren direkt die Stabkirche an, die etwas außerhalb von Ringebu zu finden ist. Deren Name ist logischerweise "Ringebu Stavkirke" (Link). Bevor wir einige Fotos zeigen, noch ein paar Information über die Kirche:
Info: "Ringebu Stavkirke"
Kunst- und Kulturjuwel
Die Stabkirche Ringebu und das Pfarrhaus Ringebu liegen wie ein kulturelles Juwel am Hang des Tals zwischen Ringebu und Fåvang, in einem der schönsten Kulturerbegebiete von Gudbrandsdalen. Die Stabkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist eine der größten der 28 erhaltenen Stabkirchen. Das Hauptgebäude in Prestegarden wurde 1743 erbaut. Der Bauernhof umfasst sechs Gebäude, von denen vier unter Denkmalschutz stehen, sowie den blühenden Prestegardshagen, der in den letzten Jahren von einer Brachfläche in einen Zier- und Nutzgarten umgewandelt wurde. Die Stabkirche und das Pfarrhaus befinden sich an der sogenannten „Panoramastraße“ zum Dorf Ringebu, direkt an der Straße Gudbrandsdalsvegen.
Die Stabkirche Ringebu liegt inmitten herrlicher Natur und bietet einen weiten Blick über das Gudbrandsdalen. Sie ist die einzige Stabkirche entlang des Wallfahrtswegs und befindet sich in einem historischen Gebiet mit vielen denkmalgeschützten Gebäuden und lebendigen Kulturdenkmälern. Die heutige Stabkirche mit ihrem ältesten Teil stammt aus der Zeit um 1220. Frühere Ausgrabungen belegen, dass an der Stelle der heutigen Kirche bereits ein Gebäude stand. Die Stabkirche ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Pilger auf dem Oslo-Nidaros-Weg und dient vielen als Ausgangspunkt ihrer Pilgerreise. Sie ist außerdem die Pfarrkirche von Ringebu und wird täglich genutzt. Hier erleben Sie, wie Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen und lassen sich von der Ruhe und Gelassenheit dieses Ortes inmitten seiner historischen und wunderschönen Umgebung verzaubern.
In den Jahren 1980/81 begaben sich Archäologen auf eine Art Schatzsuche und gruben den Boden unter der Kirche aus. Dabei wurden rund 900 Münzen und andere Objekte gefunden. Die meisten Münzen stammen aus dem Mittelalter, insbesondere aus der Zeit von Håkon Håkonson (1217–1263).
Unter der Kirche wurden auch Pfostenlöcher einer älteren Kirche gefunden, die hier im 12. Jahrhundert gestanden hatte. Diese Pfostenkirchen waren die Vorläufer der Stabkirchen, bei denen die Pfosten direkt in den Boden gerammt wurden. Da diese verrotteten, hielten die Kirchen nicht länger als etwa 100 Jahre. Das gut erhaltene Taufbecken aus Speckstein, das sich heute in der Stabkirche befindet, stammt aus dieser ältesten Pfostenkirche. Einige der archäologischen Funde unter dem Kirchenboden sind im Pfarrhaus Ringebu ausgestellt.
Leider hat die Kirche aktuell nicht geöffnet. Die offiziellen Öffnungszeiten sind wie folgt: vom 07. Juni bis 17. August 2025, jeweils von 9:00–17:00 Uhr (täglich). Heute haben wir Dienstag, den 26. August ... wir sind also gut eine Woche zu spät dran. Was uns ein wenig ärgert ... eine polnische Busreisegruppe bekam problemlos Zutritt zur Kirche, der Pfarrer ist am Parkplatz herumgelaufen, hat uns gegrüßt. Wäre es zu viel verlangt, uns zu fragen, ob wir Interesse haben ?
Nein ... nichts dergleichen. Gerne hätten wir ja den normalen Preis auch bezahlt, keine Frage, auch wenn es 100 Kronen, also etwa 9 Euro pro Person kostet, das hätten wir uns gerne gegönnt.
Aber so bleibt halt doch eine gewisse Verärgerung stehen ... *grummel*
Aber jetzt zu den Bildern von der "Ringebu Stavkirke":
Wir kehren zum Wohnmobil zurück und ziehen weiter. Der nächste Sightseeing - Spot ist die Stadt "Lillehammer" (Link). Zum einen würden wir gerne ein wenig in der Innenstadt bummeln und zum anderen interessieren uns die Olympia-Anlagen hier in der Stadt.
Lillehammer wurde durch die Ausrichtung der XVII. Olympischen Winterspiele 1994 weltweit bekannt. Die Stadt war in der Folge auch Austragungsort einer Reihe weiterer bedeutender Sportveranstaltungen wie zum Beispiel der Handball-Europameisterschaft der Männer 2008.
Mit der Innenstadt klappt es leider nicht, wir haben trotz intensiver Sucherei keinen passenden Parkplatz gefunden. Deswegen konzentrieren wir uns auf die Olympia-Anlagen, genauer gesagt auf den"Lillehammer Olympic Park" (Link). Hier gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten (kostenpflichtig).
Der "Olympic Park" setzt sich zusammen aus der "Håkons hall" (Eishockeyspielfeld ... Link), der "Eidsiva Arena" (Link) und weiteren Gebäuden und Anlagen.
Zu unserer Überraschung entdecken wir neben der Eidsiva Arena recht frischen Schnee ... Mona formt sogleich einen Schneeball ... HILFEEEE !!!!
Das alles und mehr in der folgenden Bildergalerie:
Schon vom "Olympic Park" aus kann man die "Lysgårdsbakkene Ski Jumping Arena", also die Skisprungschanzen recht gut sehen. Manch einer läuft von hier aus bis dorthin. Manch ein anderer läuft zum Wohnmobil und fährt dort hin ... so wie wir zum Beispiel.
Eine kurze Info zur "Lysgårds-Schanze":
Der Lysgårdsbakken ist eine Skisprungschanzenanlage in der norwegischen Stadt Lillehammer, die aus Groß- und Normalschanze besteht. Die Anlage wurde für die Olympischen Winterspiele 1994 errichtet. Im zu den Schanzen gehörenden Stadion fanden die Eröffnungs- und Schlussfeier der Spiele statt. 1993 wurde die Anlage mit dem norwegischen Architekturpreis Betongtavlen ausgezeichnet.
Auch nach den Olympischen Spielen wird die Anlage oft genutzt. So finden dort regelmäßig Weltcup- und Continental-Cup-Springen statt. Von 2004 bis 2010 gastierte hier jedes Jahr das Nordic Tournament. In den Wintern 2005/06, 2006/07 und 2009/10 machte der Weltcup je zweimal Station am Lysgårdsbakken, da aufgrund der Witterung die für Trondheim geplanten Springen hierher verlegt werden mussten. Am 23. November 2012 fand auf der Normalschanze der erste Mixed-Team-Wettkampf der Geschichte des Skisprungweltcups statt. Er endete mit einem Heimsieg der norwegischen Mannschaft mit Maren Lundby, Tom Hilde, Anette Sagen und Anders Bardal vor Japan und Italien. (Quelle: Wikipedia)
Und wir haben uns auf dem kurzen Stück gewaltig verfahren und landen letztendlich am Wandergebiet "Nordseter Offpiste" (Link). Jaaa ... wenn Blödheit quietschen tät ... ihr wisst schon !
Also wenden wir und fahren wieder bergab. Und wenn schon was schief läuft, dann auch richtig ... neue Fehlermeldung im Display von unserem Mr. Esprit:
Bremsbeläge kontrollieren !
Außerdem leuchtet eine gelbe Warnleuchte unterhalb vom Drehzahlmesser.
gelbe Warnleuchte Mitte rechts unterhalb vom Drehzahlmesser
Alles andere als erfreut fahren wir nun den richtigen Parkplatz bei der "Lysgårds-Schanze" an. Muss das jetzt mitten in Norwegen sein ? Aber ändern können wir es auch nicht !
Deswegen nachfolgend nun die Bildergalerie von der Olympia-Sprungschanze:
Nach unzähligen Bild- und Videoaufnahmen kehren wir zu unserem Sorgenkind zurück. Wobei ... bis hinunter zu E6 ist es nicht schlimm zu fahren, das Gefälle hält sich in Grenzen, die Bremsen können also geschont werden. So fahren wir gelassen und langsam zum "CC Strandtorget" (Link), einem Einkaufszentrum am Stadtrand von Lillehammer.
Wir haben Hunger, es ist mittlerweile kurz nach 14 Uhr, da darf sich so ein Magen schon mal zu Wort melden. Wir versuchen unser Glück im Einkaufszentrum ... ABER ... das Glück hat uns verlassen ! Es gibt zwar Lokalitäten, aber für eine Mahlzeit umgerechnet deutlich über 20 Euro zu bezahlen (ohne Getränk !!!) ... nein danke !
Letztendlich versuchen wir unser Glück außerhalb und werden anderweilig fündig. So darf es dann ein Burger mit Pommes und Getränk sein, kein Schnäppchen, aber günstiger als im Strandtorget.
Während wir das Mahl genießen, suchen wir nach einem Übernachtungsplatz. Mit "Park4Night" werden wir mal wieder fündig ...
Der ausgewählte Campingplatz ist entlang der E6 nur 13 Kilometer entfernt (Route). Aber es gibt ein dickes ABER ! Die E6 ist wegen einer Großbaustelle gesperrt und Fahrzeuge über 3.5 Tonnen (also wir) müssen eine Umleitung fahren.
*grummel"
Wenn das mal das einzige Problem wäre. Die Umleitung geht kilometerlang steil bergauf. Unterwegs auf einmal Schafe auf der Fahrbahn. Und warum kommen uns (vereinzelt) nur PKW entgegen, kein LKW, nichts ???
Wir kommen uns irgendwie "vergackeiert" vor, können aber an der Sache nicht ändern. Im Gegenteil ... letztendlich müssen wir die erklommenen Höhenmeter auch wieder mit den angeschlagenen Bremsen wieder hinunter fahren. Das Ganze also so ein richtiger Griff ins Klo !
Die Umleitungsroute war dann 28 Kilometer lang (Route) und hat 35 Minuten gedauert, gegenüber 16 Minuten entlang der E6. Danke für nichts !!!
Nachdem an diesem Tag so einiges nicht so wirklich super gelaufen ist, klappt es wenigstens mit dem Campingplatz bestens. Das kann man so als kleine Entschädigung verbuchen. Wir stehen auf einer leichten Anhöhe mit tollem Blick auf den "Mjøsa-See".
Wir sind übrigens auf dem Platz "Furuodden Camping" (Link) bei "Biristrand".
Unabhängig von dem wirklich schönen CP machen wir uns Gedanken über die Bremsen vom Wohnmobil. Die Meldung sagt nichts darüber aus, ob es die vorderen oder die hinteren Beläge sind. Die vorderen sind erst etwa 45.000 km gelaufen, die dürften noch nicht runter sein (die ersten, originalen haben 85.000 Kilometer gehalten). Die hinteren Beläge sind noch original bei Tachostand von ca. 130.000 Kilometern. Aber haben die hinteren Beläge Sensoren in den Belägen ? Wir sind keine KFZ-ler und damit erstmal ziemlich ratlos.
Wir schlafen erstmal drüber ... aber vorher, da haben wir noch ein paar Bilder vom Campingplatz:







