von Köpingsvik nach Böda Hamn
Montag, 28. September 2026
Die detaillierte Übersichtskarte für die Fahrt von Köpingsvik nach Böda Hamn
Es ist wieder einmal kurz nach zehn Uhr morgens ... wir satteln die Hühner ... nein, natürlich setzen wir die 140 Pferdchen von Käthe in Gang, respektive in Bewegung. Das erklärte erste Ziel für heute ist die Ruine vom "Schloss Borgholm" (Link). Bis dorthin sind es nur wenige Kilometer zu fahren und Parkplatz ist zu dieser Jahreszeit kein Problem.
INFO: Ein ikonisches Gebäude .. seit mehr als 900 Jahren wacht das Schloss Borgholm über den Kalmarsund. Bevor der Palast Anfang des 19. Jahrhunderts durch einen Brand zerstört wurde, hatte Borgholm schon eine lange, bewegende Geschichte hinter sich, als Burg, Befestigungsanlage, Renaissanceschloss, barocker Palast und Prestigeprojekt in verschiedenen Formen. Heute ist die Schlossruine eine der mächtigsten und bekanntesten kulturhistorischen Bauwerke Schwedens und gehört zum kulturellen Erbe. Schloss Borgholm, „die schönste Ruine des Nordens“, ist eines jener Gebäude, die allen ihren Besuchern den Atem rauben. (Quelle: www.borgholmsslott.se)
Von unserer Schlossbesichtigung haben wir einige Bilder mitgebracht, die möchten wir euch nicht vorenthalten:
Nach dem Abschluss der Schlossbesichtigung nehmen wir uns langsam den nördlichen Teil der Insel Öland vor. Dazu fahren wir hinauf bis nach "Byxelkrok" (Link). Es sind etwa 60km bis hierher. Der im Norden der Insel befindliche Ort gehört zur Gemeinde Borgholm und liegt direkt am Kalmarsund, an der Nordwestküste der Insel. Byxelkrok ist das regionale Zentrum an der Nordspitze Ölands. Durch den Ort führt die Landstraße 136.
Bevor wir in den Ort bzw. dem dortigen Hafen fahren nutzen wir am Ortsrand den recht neuen Supermarkt für einen kleinen Einkauf. Dieser ist schnell erledigt und wir fahren zum Hafen. Die Vorstellung, hier irgendwo unser Wohnmobil mal für eine halbe Stunde abzustellen, wird schnell zunichte gemacht. Hier gibt es nur kostenpflichtige Park- und Stellplätze. Und das zu einer Jahreszeit, wo eh so gut wie nichts hier oben los ist.
Nun, dann gibt es eben keine Fotos und wir fahren weiter gen Norden.
Wir fahren entlang der Straße 136, die auch der "Neptunivägen" genannt wird. Bei einem Park- bzw. Rastplatz (Link) halten wir an. Wir sehen einen Hinweis zu dem Gräberfeld "Forgallaskeppet" (Link). Damit sind wir auch am Gräberfeld von Byxelkrok welches "Neptuni åkrar" (Neptuns Felder) genannt wird.
Diese Gegend gehört aufgrund seiner eigenartigen Erscheinung zu den meistbesuchten Gegenden Ölands. "Neptuns Felder" bestehen aus einem sich am Ufer entlangstreckenden großen Geröllfeld. Im Juni und Juli blüht auf den sonst kargen Flächen der "Gewöhnliche Natternkopf" in üppigem Blau.
Die das Geröllfeld bildenden Steine stammen vom Inlandeis der letzten Eiszeit und wurden über Jahrtausende von den Wellen geschliffen und zur Geröllbank geformt. In dem Gebiet wurden Fossilien insbesondere von Trilobiten und Brachiopoden gefunden.
Um euch das Ganze etwas näher zu bringen, haben wir ein paar Bilder mitgebracht:
Es geht weiter mit uns. Das Ziel ist der nördlichste Punkt der Insel Öland. Wir verlassen bald die Straße 136 und fahren den "Holmvägen" entlang. Dieser führt uns direkt zum nördlichsten Parkplatz der Insel. Von hier aus geht es nur zu Fuß weiter bis zum Leuchtturm "Långe Erik" (Link). Den besuchen wir später ... jetzt gibt es erst einmal etwas Wichtigeres zu erledigen: eine "Fika" im Wohnmobil ... wir haben nämlich Hunger !
Gut gesättigt machen wir uns nun auf den Weg zum Leuchtturm. Der leider geschlossene Kalksteinleuchtturm aus den 1840er-Jahren hat eine Aussichtsplattform, die einen schönen Blick über die Nordküste Ölands bietet. Für uns heute nicht aus schon besagtem Grund.
Der Weg dorthin dauert keine 10 Minuten. Wir halten unsere Eindrücke mit ein paar Fotos fest, dann geht es auch schon wieder zurück zum Parkplatz. Für euch haben wir noch ein paar Bilder:
Zurück bei unserer Käthe denken wir kurz über die Bleibe für die bevorstehende Nacht nach. Die Entscheidung fällt auf den "Böda Hamn Husbilsställplats" (Link). Das sind etwa 20 Kilometer Strecke, also nicht wirklich weit entfernt. Zu unserer Überraschung ist der Stellplatz recht gut besucht, aber maximal zu 50% belegt. Für uns ist noch jede Menge Platz.
Böda Hamn ist ein alter Fischereihafen, der heute als Gästehafen dient. Der Hafen ist als Stellplatz für Wohnmobile sehr beliebt. In der Nähe liegt der Böda Ekopark, eine andere Waldlandschaft mit einer reichen Kulturgeschichte. Im Ökopark können Sie sowohl Rad fahren als auch wandern. Die langen Sandstrände von Böda laden im Sommer zum Baden ein.
Mit ein paar Bildern vom Platz verabschieden wir uns auch für heute und sagen nur noch
Gute Nacht ... Freunde !
von Böda Hamn nach Pataholm
Dienstag, 29. September 2026
Die detaillierte Übersichtskarte für die Fahrt von Böda Hamn nach Pataholm
Es ist kurz vor zehn Uhr morgens ... wir sind gerade mit dem Frühstück fertig und verlassen das Wohnmobil. Wir stehen hier an einem vergleichsweise großen Hafen und möchten diesen ein wenig erkunden. Natürlich zu Fuß.
Der Hafen besitzt einen Gästehafen mit ca. 35 Bootsplätzen sowie eine Station der schwedischen Seenotrettung. Der direkt am Hafen gelegene Wohnmobilstellplatz bietet rund 40 bis 53 Stellplätze (viele davon mit Strom), Toiletten, Duschen, eine kostenlose Waschküche sowie Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten für Grauwasser und Chemietoiletten.
Direkt am Hafen gibt es ein Fischräucherei- und Fischgeschäft mit frischem sowie geräuchertem Fisch sowie ein saisonales Restaurant. Aktuell ist natürlich die Saison zu Ende und damit auch das Lokal nur noch Donnerstag bis Samstag geöffnet.
Mit Hilfe der Bilder könnt ihr euch sicher einen guten Eindruck verschaffen:
Zurück am Wohnmobil prüfen wir unsere Wasserstände bezüglich Frisch- und Grauwasser sowie den Füllstand vom Urinkanister. Und man mag es kaum glauben ... es besteht überall Handlungsbedarf. Also fahren wir zum Servicehaus und erledigen die notwendigen Pflichten.
Erst jetzt erlaubt Käthe die Weiterfahrt. Das erste Ziel für heute ist der knapp 20 km entfernte "Källa Hamn" (Link). Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Hafen von Källa der wichtigste Hafen der Insel für den Steintransport und anschließend bis 2010 ein wichtiger Hafen für Berufsfischer.
Von Källa Hamn aus lässt sich die Umgebung gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, auch das Einkaufen oder ein Restaurantbesuch kann mit dem Fahrrad erfolgen.
Also gut ... dann schauen wir uns den kleinen Hafen mal an:
Der Aufenthalt am "Källa Hamn" ist schnell wieder beendet. Mona ist sogar bei Käthe geblieben und Rainer hat das sehenswerte schnell als erledigt abgehakt. Hier sind praktisch nur noch Ferienhäuser und kein richtiger Hafen mehr.
Also ziehen wir weiter zur nächsten Station, nur wenige hundert Meter entfernt ... die "Källa gamla kyrka" oder auch genannt "Källa ödekyrka" (Link).
INFO: Das ist eine relativ gut erhaltene Kirchenruine in der Gemeinde Källa. Das Dach der Kirche ist noch vorhanden, die innere Struktur jedoch nicht vollständig. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das mittelalterliche Interieur mit Gewölben, Querwänden und Säulen abgerissen. Die übrige Ausstattung wurde später in die Källa nya kyrka verbracht . Das Äußere der Kirche ist jedoch nahezu unverändert seit 750 Jahren. Auch das Dach des Kirchenschiffs aus geteerten Eichenspänen wurde restauriert .
Die Kirche ist ungewöhnlich, da sie ursprünglich aus Verteidigungsgründen zweistöckig errichtet wurde. Im Erdgeschoss befand sich die Kirche selbst, im ersten Stock Lebensmittelvorräte und im zweiten Stock Schießscharten. Aufgrund ihrer Nähe zum Meer war Öland ein unruhiger Ort, der Verteidigungsanlagen benötigte. (Quelle: Wikipedia)
Und wir steuern ein paar Bilder dazu:
So ... dann auch einen Haken an diesen Punkt unseres Planes. Wir fahren ein gutes Stück weiter ... und zwar zur "Kirche von Egby" (Link). Das ist eine gemütliche Fahrt von etwas mehr als 30 Kilometern.
INFO:
Das kleinste Kirchengebäude Ölands stammt in seinen Ursprüngen aus dem 12. Jahrhundert. Aus dieser Zeit ist der mit schmalen Fenstern versehene Seitenchor erhalten. Auch der steinerne Altar und das Taufbecken, das christliche Motive auf dem Oberteil mit heidnischen auf dem Unterteil verbindet, werden in diesen Zeitraum datiert.
Jünger ist die im 18. Jahrhundert entstandene, mit Malereien verzierte Kanzel. Ein Umbau der Kirche erfolgte im Jahr 1818 nach Plänen des Architekten Samuel Enander, wobei jedoch das mittelalterliche Erscheinungsbild des Gebäudes in Teilen erhalten blieb.(Quelle: Wikipedia)
Leider ist die Kirche verschlossen, so können wir leider keine weiteren Bilder zur Verfügung stellen.
Wir sitzen zusammen mit Elli noch eine Weile in Käthe zusammen und beratschlagen über den weiteren Verlauf der Tour. Nach einiger Diskussion fällt die Entscheidung: wir lassen entgegen unserem Tourplan den Süden der Insel Öland ausfallen und verlassen die Insel in Richtung Kalmar.
In Kalmar wollen wir ein Einkaufszentrum besuchen, nämlich das "Hansa City" (Link). Allerdings ist uns bei der Suche nicht aufgefallen, dass dies im Prinzip ein großes Gewerbegebiet mit vielen verschiedenen Supermärkten, Warenhäusern, Baumärkten und so weiter ist.
Letztendlich entscheiden wir uns für den "City Gross" Supermarkt und kaufen dort ein, was wir benötigen. Am Ausgang steht ein Imbisswagen ... dort holen wir unser Mittagessen bei einer Thai und essen im Wohnmobil unter Ellis Protest (er mag so etwas nicht ... ).
Nach unserem Mittagessen ziehen wir unseren Plan zu Rate. Die nächste Station laut Plan wäre der Ort "Pataholm" (Link). Das sind etwa 30 Kilometer, das ist eine gemütliche Entfernung. Unterwegs halten wir allerdings die Augen auf nach Sehenswertem.
Über Park4Night haben wir für Pataholm einen Stellplatz ausfindig gemacht, der südlich vom Ort zu finden ist. Es ist der Stellplatz vom "Pataholms båtklubb/ställplats" (Link). Und wir dachten uns, der Segelklub liegt direkt am Ort Pataholm, Falsch gedacht. Er liegt im Ortsteil "Korpemåla" ... also ziemlich abseits am Rande eines Wohngebietes.
Hat bei der Wahl jemand einen Fehler gemacht ? Logischerweise streiten das alle Beteiligten ab ... ab wir wissen ja, es kann nur Elli gewesen sein *lach*.
Die letzte Meile zum Stellplatz war eine Herausforderung ... durch Pfosten künstlich beengte Straße, bei den Pfosten kräftige "bumps" (Bremshügel) ... so erreicht man maximal Schrittgeschwindigkeit *grummel*. Aber am Ziel angekommen stellen wir fest: der Platz ist schön !!! Hier der Beweis in Bildern:





