2017 - rund um das Wesermarschland

Montag, 12. Juni 2017:

Heute begrüßt uns bedeckter Himmel beim Frühstück, aber das stört uns eher wenig. Wir wollen heute ein Stück gen Westen fahren, genauer in Richtung Jade im Wesermarschland. Die Fahrt auf der Autobahn verläuft flüssig und ohne Probleme. Wir folgen von Hamburg aus der A1, biegen dann auch die A27 ab und dann auf die A270, die dann in die Bundesstraße B74 übergeht. Bei Farge überqueren wir mit der kostenpflichtigen Fähre die Weser und fahren weiter mit dem Ziel des Ulla Popken Werksverkaufs südlich von Jade.

Vom Werksverkauf aus steuern wir den Wohnmobilstellplatz "Drei Eichen" bei Jaderkreuzmoor an. Diesen Platz haben wir erstmals bei unserer Ostfrieslandtour 2016 kennen lernen dürfen. Unser Plan sieht vor, dort zwei Nächte zu bleiben und dann weiter zu ziehen ... es sollte anders kommen ;-)

Wie schon letztes Jahr wurden wir von den Inhabern zuerst auf einen Klönschnack mit Kaffee eingeladen, wir fühlen uns sofort wieder pudelwohl hier auf dem ruhigen und gemütlichen Platz.

Später verlassen wir den Platz noch einmal für einen kleinen Einkauf im Supermarkt. Dabei entdecken wir beim Metzger leckere gegrillte Schweinshaxen ... genau das Richtige für uns heute als Abendbrot.

Zurück am Stellplatz werden die Haxen in kleinere Stücke zerteilt und wandern in unseren Backofen. So haben wir schnell ein super leckeres Abendessen und sind rundum satt. An diesem Abend sitzen wir dann noch mit den Gastgebern Inge und Gerold im Pavillon zusammen und reden und reden und reden ...

Dienstag, 13. Juni 2017:

Auch heute ist der Himmel bedeckt, aber es ist angenehm warm. Für heute haben wir den Tier- und Freizeitpark Jaderberg auf dem Programm stehen. Dieser Park ist nur wenige Kilometer vom Stellplatz entfernt. Nach dem Frühstück (so richtig Hunger haben wir heute morgen nicht ...) fahren wir los und sind auch schnell auf dem Parkplatz angekommen, der auch einen speziellen Parkbereich für Wohnmobile hat.

Schnell sind wir durch den Eingang durch und machen uns auf zum ausgiebigen Rundgang durch den Tier- und Freizeitpark.

Rainer hat für heute auch die richtige Fotoausrüstung dabei, neben dem Allrounder - Objektiv mit ein Brennweite von 24 - 200m (Kb) auch noch das Tele mit einer Brennweite von 200 - 600mm (Kb). Damit, so hofft er, kann er ein paar gute Aufnahmen einfangen.

Zuerst sind ein paar Vogelarten zusehen, hier ist es die Herausforderung, die Tiere durch das relativ engmaschige Gitter zu fotografieren. Aber Rainer ist ja kein Anfänger und weiß die richtigen Einstellungen zu wählen ;-)

Später kommen wir nach Tiger, Löwen, Giraffen usw. zu den Erdmännchen, die dankenswerte Motive liefern.

Die nachfolgende Bildergalerie bietet einen schönen Eindruck von unserem Ausflug in den Jaderpark ...

Wir gönnen uns dann im Parkrestaurant noch ein kleines Mittagessen, dann eine Fahrt durch den Park mit der Bimmelbahn ... so vergeht der Tag schnell und Rainer hat fast 200 Bilder im Kasten.

Zufrieden fahren am Nachmittag zurück zum Stellplatz und machen es uns dort schön gemütlich ... Klönschnack und Kaffee mit Inge und Gerold eingeschlossen.

Mittwoch, 14. Juni 2017:

Heute zeigt sich der Himmel von seiner besseren Seite und begrüßt uns "heiter bis wolkig". Einem Tipp von Gerold folgend fahren wir heute nach Brake an die Weser. Ein kleines Städtchen erwartet uns dort, mit einer "beeindruckenden" Fußgängerzone. Doch mehrere hundert Meter lang und sogar minimal mit Menschen befüllt ... so finden wir das kleine Städtchen vor.

Wir spazieren durch die "riesige" Fußgängerzone, schauen in die einzelnen Schaufenster und kommen dann doch irgendwann hinunter zum Hafen.

Hier gefällt es uns dann doch etwas besser. Der Blick über die Weser, die Nähe zum Wasser, das können wir genießen. Ab und an tuckert ein Schiffchen vorbei ... wir spazieren also etwas an der Hafenpromenade entlang.

Beim gestrigen Klönschnack mit Gerold haben wir den Tipp bekommen, das Hafenrestaurant zu besuchen. Der Besitzer desselben würde sich damit rühmen, dass sein Fisch so frisch sei, dass er nach einer Wiederbelebung wieder weiter schwimmen würde ...

Aber wo soll das gepriesene Restaurant sein ?

Wir suchen ein wenig auf dem Stadtplan und sind dann der Meinung, dass es wohl direkt am eigentlichen Hafen sein müsste, der von weitem mehr nach einem Industriehafen aussieht.

Wir spazieren gemütlich durch die Gassen in die von uns vermutete Richtung ... und siehe da: wir sind RICHTIG! Wir stehen nun vor dem Fischrestaurant Neptun am Hafen. Moderner Bau, schon relativ gut besucht für diese Uhrzeit (kurz vor 12 Uhr).

Während wir draußen noch die Speisekarte studieren, hält ein Trupp von ca. 20 Radfahrern vor dem Restaurant. Rainer raunt Mona zu: "jetzt aber nichts wie rein !"

Weise Entscheidung, wie sich schnell herausstellt. So können wir eine ewige Wartezeit wegen unschlüssiger Radfahrrentnern vermeiden.

Eigentlich wollen wir gebackene Scholle essen, doch die war schon aus, so entscheiden wir uns für den Neptunteller (siehe Bild).

Was soll man sagen ... das Bild untertreibt maßlos ... die drei Fischsorten waren sowas von lecker, das ist nicht in Worte zu fassen. Also an dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Gerold vom Stellplatz für diesen super Tipp.

Nachdem wir bestens gesättigt sind, spazieren wir nochmals durch die "riesige" Fußgängerzone und dann zurück zum Wohnmobil. Da es noch zu bald ist, zum Stellplatz zurück zukehren, fahren wir noch ein Stück der Weser entlang gen Norden bis Nordenhamm.

Einen Parkplatz haben wir schnell, dann sind wir auch schon in der dortigen Fußgängerzone. Naja ... wir denken, Brake ist nicht zu toppen ... aber Nordenhamm schafft das problemlos. Auch hier richtig tote Hose am Marktplatz und in der äußerst übersichtlichen Fußgängerzone. So gehen wir dann wenigsten noch in den Supermarkt und gönnen uns anschließend noch einen Kaffee draußen in der Sonne.

Von Nordenhamm steuern wir dann direkt den Stellplatz Jaderbergkreuz an, um dort den restlichen Nachmittag draußen zu verbringen.

Die Sonne ist so kräftig, dass wir die Markise vom Wohnmobil ausfahren müssen, sonst wäre es nicht auszuhalten. Wir gönnen uns noch einen selbst gekochten Kaffee und aus dem Melkhus ein paar kleine Leckereien.

So vergeht der Nachmittag mit herrlicher Ruhe ...

Auch am Abend ist es noch angenehm warm, so sitzen wir wieder mit Inge und Gerold und weiteren Campern im Pavillon zusammen und reden und reden und reden ...

Bei den langen Gesprächen bekommen wir von Gerold noch einen weiteren Tipp ... davon jedoch später mehr.

Donnerstag, 15. Juni 2017:

Wieder haben wir eine ruhige und erholsame Nacht hinter uns gebracht. Der Himmel zeigt sich mehrheitlich in blauen Tönen, also Grund genug, wieder einen schönen Ausflug zu unternehmen.

So fahren wir als Erstes nach Varel an den Hafen. Hier ist ein Besuch des "Bahlsen Outlet" obligatorisch. Nach dem Einkauf dort spazieren wir noch etwas am Hafen entlang.

An einem Fischladen kommen wir nicht vorbei ohne uns dort ein leckeres Fischbrötchen zu gönnen. Eine kleine Zwischenmahlzeit zur Stärkung darf schon sein ;-)

Anschließend noch ein weiterer Spaziergang im Hafengelände, dann steigen wir doch wieder in unser Wohnmobil.

Das nächste Ziel ist der nette Küstenort Dangast. Auch wenn wir hier schon mehrmals waren ... für uns ist der Ort bzw. der Spaziergang am Meer entlang immer wieder ein Genuss.

Während des Spaziergangs zieht sich der Himmel mit hochnebelartiger Bewölkung zu, aber das stört uns nicht wirklich. Wir kommen zum kleinen Hafen am Ort und sehen auf der gegenüber liegenden Seite ein paar Schafe weiden, unbeeindruckt von rastenden Radfahrern.

Hier ist die Welt wohl noch in Ordnung ;-)

Eine kleine Pause gönnen wir uns bei einem Restaurant, ohne jedoch Speis oder Trank zu uns zu nehmen. Der Bedienung ist es wohl noch nicht aufgefallen, dass im Biergarten doch einige Leute sitzen ...

Wir spazieren gemütlich zurück zu unserem Wohnmobil. Hier in Dangast waren wir doch wieder gut eineinhalb Stunden auf den Beinen, das ist doch gut so.

Wir fahren weiter hinauf ins Friesische. Die hauptsächlich durch sein Bier bekannte Stadt Jever ist unser Ziel. Seit Rainers erster Kur im Jahr 1989 ist dieses schöne Städtchen immer wieder ein Muss für uns. Einen Parkplatz haben wir schnell gefunden, wir kennen uns hier ja aus ;-)

Wir spazieren durch die Gassen der Altstadt und besuchen auch das eine und andere Geschäft. Schräg gegenüber vom "Jever-Shop" kennen wir eine gute Metzgerei, die in der Vergangenheit immer leckeres Essen zu zivilen Preisen angeboten hat ... wir werden enttäuscht: geschlossen !

Oben an der Kirche gönnen wir uns bei einem Bäcker eine kurze Pause für einen Kaffee, dann spazieren wir weiter durch die Altstadt.

Vorbei am Denkmal von Eilhard Mitscherlich kommen wir zum Teich gegenüber vom "Friesischen Brauhaus". Hier machen uns Enten und Schwäne ihre Aufwartung.

Es ist fast 16 Uhr, als wir zum Wohnmobil zurück kehren ...

Jetzt kommen wir doch zum Tipp von Gerold von gestern Abend ... im Vareler Hafen gibt es das Restaurant "Aal & Krabbe" ... und dort soll es ein ganz leckeres Fischbuffet geben. Da wir heute nur wenig essbares zu uns genommen haben, scheint uns das eine gute Wahl zu sein.

Also fahren wir wieder nach Varel ...

Am Hafen bekommen wir schnell einen Parkplatz und lufen die wenigen hundert Meter zum Restaurant.

Wir staunen nicht schlecht über das aufgebaute Buffet. Viele viele Sorten Fisch und Salate gibt es hier, sogar Spare Ribs gibt es hier. Diverse Fischsalate ergänzen das Angebot.

Im Bild sind Rainers drei Gänge zu sehen (per Mausklick vergrößerbar), die schon fast als Völlerei zu sehen sind. Aber es ist wirklich total lecker, also wieder ein super Tipp von Gerold.

Rundum satt steuern wir den Stellplatz an, wohl wissend, dass nun eine Verdauungshilfe absolut notwendig sein wird ...

Zurück am Stellplatz stellen wir fest, dass Gerold mit einigen Campern im großen Pavillon auf der Wiese sitzt. Wir gesellen uns dazu. Dort macht schon ein westfälischer Kräuterlikör seine Runde und erwischt auch uns wiederholt ;-)

Doch damit nicht genug ... ein Bekannter von Gerold kommt zu Besuch und hat als Vertreter von Tiermedizin einiges zum probieren dabei ...

Ehe wir uns versehen, steht eine Flasche "Rachenputzer" auf dem Tisch. Ein Pfefferminzschnaps der feinsten Sorte, der dann auch seine Runde(n) am Tisch dreht.

Die diversen Getränkerunden verfehlen ihre Wirkung nicht ... die Gesellschaft am Tisch wird lustiger und lustiger ... aber irgendwann muss es ja mal gut sein und man soll ja die Gastfreundschaft auch nicht zu sehr strapazieren.

So ziehen wir uns irgendwann ins Wohnmobil zurück, die anderen Camper folgen unserem Beispiel dann auch.

Freitag, 16. Juni 2017:

Eigentlich wollen wir heute so langsam die Heimreise antreten, doch irgendwie haben wir noch keine Lust dazu. Und schließlich ist die Strecke vom Jade nach Hause auch an einem Tag zu schaffen. So sagen wir Inge und Gerold kurz Bescheid und beschließen, heute noch einen Abstecher ins tiefe Ostfriesland zu unternehmen.

Die Stadt Leer ist unser Ziel ...

Schnell finden wir mit etwas Glück am Wohnmobilstellplatz P9 den letzten freien Platz. Dieser Platz liegt zentrumsnah und mit nur wenigen Gehminuten sind wir in der Fußgängerzone.

Vorbei am "Bünting Teemuseum" und dem "Bünting Teehaus" schlendern wir weiter durch die Fußgängerzone. An einigen Geschäften kommen wir nicht vorbei, ohne in diese hinein zu schauen. So erstehen wir dann doch ein paar Kleinigkeiten ... wie immer also ;-)

Im weiteren Verlauf unseres Stadtbummels kommen wir zum Museumshafen. Zum einen liegen hier einige alte Kähne vor Anker, zum anderen ist das Umfeld äußerst liebevoll gestaltet (siehe Bild).

Die Inschrift auf der Sitzbank ist Plattdeutsch und bedeutet soviel wie: "Setz dich hin". Dieser Aufforderung kann man wohl kaum widerstehen ...

Vom Museumshafen aus gehen wir zurück zu unserem Wohnmobil. Wir überlegen kurz, was wir noch unternehmen bzw. anschauen könnten. Die Wahl fällt letztendlich auf das etwas außerhalb der Stadt liegende "Leeraner Miniaturland". Nach nur wenigen Fahrminuten haben wir das gewünschte Ziel erreicht.

Parkplatz kein Problem, und schnell haben wir den Eintritt in Höhe von 12€ pro Erwachsenen bezahlt und sind in der Ausstellung.

Das Leeraner Miniaturland bildet seit 2011 die Region mitsamt ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf inzwischen mehr als 1.000 qm in einer einzigartigen Modellandschaft im Maßstab 1:87 (H0) originalgetreu ab. Im Außenbereich begeistern die 15.000 qm große Parklandschaft mit der großen, selbst steuerbaren Garteneisenbahn und einer 18-Loch-Minigolfanlage.

Zusammen mit den umfangreichen Ausstellungen von Dampflokomotiven und Modellautos unterschiedlicher Maßstäbe, den Spielmöglichkeiten, der Parklandschaft und einem Aufenthalt in angenehmer Atmosphäre in dem Bistro oder Café finden wir hier Erholung pur.

Wir erleben während des Rundganges immer wieder den Wechsel von Tag zu Nacht und wieder zurück, was ebenfalls sehr beeindruckend ist.

Wir verlassen die Ausstellung am späten Nachmittag und treten die Rückfahrt nach Jade zu unserem Stellplatz an. Leider haben wir unterwegs einen kräftigen Stau wegen einer Baustelle, bei der sich die Fahrbahn auf eine Fahrspur reduziert ...

Gegen 18 Uhr kommen wir aber dann doch wohlbehalten am Stellplatz an. Mittlerweile schon fast obligatorisch ... wir sitzen wieder mit Inge und Gerold im kleinen Pavillon zusammen und reden und reden und reden. Dabei findet eine Flasche Genever dankbare Abnehmer über so kleine Gläschen ... gute Stimmung inbegriffen.

Samstag, 17. Juni 2017:

Nach der gewissen Bettschwere (Dank der Flasche Genever gestern Abend) haben wir tief und fest geschlafen. Es heißt nun: Abschied nehmen. Wir danken Inge und Gerold für die schöne Zeit bei ihnen und die vielen Tipps für unsere Ausflüge in kulinarischer Hinsicht. Eine solche Gastfreundschaft findet man selten, wir werden euch dafür immer danken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Gegen 10 Uhr schaffen wir den Abflug in Richtung Heimat ...

Die Fahrt verläuft ohne Probleme. Wir kommen zügig voran. Irgendwann unterwegs bekommen wir dann doch etwas Hunger und landen beim Autohof Bockenem an der A7. Das Restaurant "Miss PeppeR" ist uns heute mit seiner großen Auswahl an ordentlichen Burgern ganz recht.

Im Ergebnis sind wir anschließend abermals gut gesättigt und machen uns auf die weitere Heimreise. Auch diese verläuft weiterhin ohne Probleme.

So kommen wir am späten Nachmittag wohlbehalten zu Hause an. Hinter uns liegen schöne Tage mit vielfältigen Eindrücken. Der Verlauf der Tour, insbesondere im Wesermarschland war dann doch deutlich anders als geplant, aber auch so etwas darf mal sein.

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