Rückreise durch Schweden

Link zur Übersichtskarte Teil 5:

Lokholmen

Lokholmen

Freitag, 13. August 2010 (nachmittags):
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Vor Strömstad verlassen wir die E6 und fahren hinaus nach Lokholmen. Hier genießen wir den ersten Kontakt mit der schwedischen Schärenküste Bohusläns. Gemütlich fahren wir weiter. Im Hinterkopf schon den Gedanken für den Platz für die Nacht fahren wir auf die Insel Tjärnö. Zuerst auf das Inselende nach Saltö. Am dortigen Yachthafen lässt die blonde Badenixe wider Erwarten doch nicht das Handtuch fallen, so fahren wir wieder ein Stück zurück und biegen ab zum Borfors Campingplatz vor Lindholmen.

Hier lassen wir uns bei schwülen 22 Grad für die Nacht nieder. Nach dem Abendessen um ca. 19 Uhr noch ein kleiner Spaziergang am Wasser entlang zum kleinen Yachthafen. Anschließend genießen wir den ersten Abend zurück in Schweden ganz, ganz gemütlich wie auch sonst ?

Insel Tjärnö

Insel Tjärnö

- Abendspaziergang am Bofors Campingplatz

Grebbestad

Grebbestad

Samstag, 14. August 2010:
Mit Sonne am Morgen lässt es sich doch viel angenehmer aufstehen und vor allen Dingen draußen frühstücken. Sehr ruhig lassen wir den heutigen Tag angehen. Allerdings werden wenig später die Nerven auf eine Geduldsprobe gestellt, beim Tanken möchten wir nur den Luftdruck des rechten Hinterrades kontrollieren, ein nicht so einfaches Unterfangen an schwedischen Tankstellen:
- Tankstelle Nr. 1 in Strömstad: hat nur tragbares Gerät, bringt nur Druck bis 4,5 bar
- Tankstelle Nr. 2 unterwegs: nichts
- Tankstelle Nr. 3 vor Grebbestad: Manometer muss an Theke ausgeliehen werden 5 Leute bezahlen vorher umständlich mit ihren teilweise nicht funktionierenden Kreditkarten Nerven liegen langsam blank !
Nun, Tatsache ist aber nun, dass der Reifen nun innerhalb weniger Tage wieder fast 2 bar an Luft verloren hat nicht gut !

O.k., wir machen weiter mit Urlaub, was auch sonst !
Unser erster Ort hier an der Schärenküste Bohusläns heute ist Grebbestad. Wie auch bei den weiteren Orten, die wir heute anfahren: Spaziergang im Ort und am Yachthafen, Bummel durch die Geschäfte, Kauf von leckerem Fisch usw., so also auch in Fjällbacka (zusätzlich dort Besteigung des Vetteberget inkl. Durchstieg der beschwerlichen Kungsklyftan) und auch in Hamburgsund und Hunnebostrand.

In letzterem Ort leisten wir uns ein Abendessen beim Italiener. Pizza für uns beide & Getränk für umgerechnet etwa 35 Euro. Auch nicht wirklich ein Schnäppchen, aber abends ist es in Schweden doch deutlich teurer als mittags.

Den Parkplatz hoffen wir für die Nacht benutzen zu können, er liegt etwas abseits vom Yachthafen in einer Sackgasse.

Panorama von Fjällbacka

Panorama von Fjällbacka

- Besteigung des Vetteberget, Blick über die Schärenküste

Smögen

Smögen

Sonntag, 15. August 2010:
Nach einer sehr unruhigen Nacht (der ganze Ort musste wohl seinen Nachtspaziergang bis 4 Uhr morgens an uns vorbei machen, begleitet von PKWs, die im halbstündigen Abstand mal eine Kontrollfahrt machten) steht Mona um kurz nach 8 Uhr auf (Gang zur Toilette, ziehen des kostenlosen Parktickets für eine Stunde). Nur langsam kommen wir heute in die Gänge, trotzdem sind wir schon um 10 Uhr wieder auf der Piste.

Der erste Anlaufpunkt ist die uns mittlerweile gut bekannte Ortschaft Smögen mit seinen vorgelagerten Felsen der Schärenküste, die wir als erstes besuchten. Anschließend dann ab in den Yachthafen zum Bummel durch diverse Geschäfte mit allerlei Dingen, die man eigentlich nicht braucht. Und dies bei schweißtreibenden 27 und stehender Luft da soll mal einer sagen, in Skandinavien sei es kühl :-)

Am frühen Nachmittag fahren wir dann weiter. Unterwegs entdecken wir den Hinweis zu "Röe Gård, einem Café in der Nähe von Brastad, in etwa zwischen Smögen und Lyskil gelegen. Hier lassen wir es uns bei einem Stückchen Rotebeetekuchen mit Nüssen und Kaffee gut gehen. Den Hofladen hier sehen wir uns auch noch an, finden allerdings nichts nach unserem Geschmack, ist ja auch schwierig, wenn man eigentlich schon fast alles hat und keinen Platz mehr zu Hause für Neues hat.

Brastad (Nähe Lysekil) - Café Röe Gård

Brastad (Nähe Lysekil) - Café Röe Gård

- gemütliches Café mit Hofladen

Dann weiter nach Lysekil. Hier finden wir dann endlich mal wieder eine Tankstelle mit der Möglichkeit, den Luftdruck im Reifen zu prüfen / einzustellen. Unser "Problemkind" hat wieder 0,5 bar an Druck verloren, also wieder nachgefüllt. Während der Stadtrundfahrt durch Lysekil beschließen wir, einen nahegelegenen Campingplatz aufzusuchen. Wir landen bei Siviks Camping etwas außerhalb der Stadt. Der Platz ist direkt am Wasser gelegen und bietet wieder Möglichkeit, in den Felsen zu klettern.

Nach der doch recht kurzen letzten Nacht genießen wir die Ruhe am Platz zum entspannen, Kaffee trinken usw.

Ein paar Impressionen rund um den Campingplatz sind im folgenden Video zu sehen:

Video Siviks Camping

Älgpark Anneröd

Älgpark Anneröd

Montag, 16. August 2010:
Nach einer sehr windigen Nacht kommen wir heute erst etwas später aus den Betten. Wir nutzen es aus, dass wir auf einem Campingplatz stehen und ver- und entsorgen unser Wohnmobil komplett. Auch eine Innenreinigung ist mal wieder nötig, dazu haben wir ja auch einen kleinen praktischen 12V Staubsauger immer dabei.

So gerüstet starten wir nach 11 Uhr. Der Himmel ist bedeckt, wir fahren als erstes nach Munkedal. Das dort ausgeschilderte "Munkeland" erweist sich als kleines Industriegebiet und nicht als Einkaufzentrum. So fahren wir weiter in Richtung Uddevalla. Dort folgen wir erst dem Hinweisschild zum Einkaufszentrum außerhalb der Stadt, dann sehen wir einen Hinweis zu einem Elchpark. Wir folgen dem Schild und landen außerhalb des Ortes Skredviks bei "Moose af Anneröd", einem recht neuen, aber noch sehr kleinem Elchpark.

Es sind dort nur wenige Tiere zu sehen, aber man kann sich in einem kleinen Kino einen 25min. langen Film über das Leben der Elche ansehen. Wir bestellen uns anschließend noch einen Kaffee und kommen noch mit den Besitzern ins Gespräch. Dabei bieten sie uns diverse Wurstarten (Elch, Rind, Hirsch) sowie Großmutters Kuchen kostenlos zum probieren an. Dann fahren wir doch irgendwann weiter zum Einkaufzentrum in Uddevalla.

Im ICA Maxi bummeln wir gemütlich durch die Regale und erstehen einige Lebensmittel, die wir für Freunde und natürlich auch für uns mit nach Hause nehmen sollen. Mittlerweile ist es fast 15 Uhr. Wir haben Hunger, da kommt und das Taccomenü für 80 SEK (ca. 8,80€) gerade recht. Hier drin ist enthalten: Pizza, Pasta, Taccos, Kaffee oder anderes Getränk.

Gut gesättigt verlassen wir das Einkaufszentrum und fahren auf die Schäreninsel Orust. Wir beginnen, einen Platz für die Nacht zu suchen. Letztendlich landen wir bei Svanvik auf einem Parkplatz an einem Yachthafen. Mal sehen, ob man uns hier für eine Nacht in Ruhe lässt

Svanvik - kleiner Yachthafen

Svanvik - kleiner Yachthafen

- Übernachtungsplatz an einem Naturschutzgebiet

IKEA Göteborg

IKEA Göteborg

Dienstag, 17. August 2010:
Man hat uns einigermaßen in Ruhe gelassen, zumindest haben wir nach 23 Uhr nichts mehr mitbekommen. Relativ zeitig stehen wir heute auf und sind somit schon kurz vor 10 Uhr auf der Piste. Das Wetter hält sich stark bewölkt mit einzelnen Regentropfen unterwegs.

Wir fahren auf Göteborg zu und haben erstmal IKEA auf dem Plan. Klar hat man zu Hause auch IKEA, aber das Sortiment in Schweden ist doch etwas anderes. So finden wir auch hier ein paar Kleinigkeiten und auch das Mittagessen gönnen wir uns hier. Diesmal außerordentlich günstig umgerechnet 7€ für 2 x Kjöttbullar mit Kartoffelstampf und jeweils ein Getränk (inkl. Refill), das ist eine Entschädigung für das sonst manchmal doch recht teure Essen während unserer Tour.

Südlich von Göteborg dann nochmals in einen Supermarkt, Reifendruck an einer Tankstelle prüfen (war wieder auf 4,5bar gesunken), dann fahren wir auf die Halbinsel Onsala hinaus mit dem klaren Ziel, eine schöne Bleibe für die Nacht zu finden. Südlich von Lerkil werden wir bei Smarholmen fündig. Ein Parkplatz direkt am Wasser, mehrere Badestege führen ins Wasser, einfach super. Auch die Sonne lässt sich nun hin und wieder blicken, so sehen wir der letzten Nacht auf schwedischem Boden doch gut gelaunt entgegen.

Später ziehen recht dunkle Wolken auf und bringen kräftigen Wind und leichten Regen mit, aber das lässt dann auch schnell wieder nach. In der Zwischenzeit sind auch noch weitere Wohnmobile hier eingetroffen die wundersame und schon oft bemerkte "Vermehrung" von Wohnmobilen funktioniert auch heute :-)

Smarholmen (Halbinsel Onsala)

Smarholmen (Halbinsel Onsala)

- Unheil braut sich am Parkplatz / Badebucht zusammen

Strandbad Varberg

Strandbad Varberg

Mittwoch, 18. August 2010:
Der letzte Tag in Schweden begrüßt uns mit viel Sonne und wenig Wolken. Nach dem Frühstück (heute etwas später) fahren wir dann los in Richtung Varberg. Unterwegs wieder das Spielchen mit dem Suchen eines passenden Luftdruckgerätes um den Reifendruck einzustellen, die 2. Tankstelle hat es dann so kommen wir gegen 11:30 Uhr in Varberg an.

Dann versuchen wir, die restlichen Pfandflaschen los zu werden. Der große ICA ist praktisch nicht erreichbar, da Parkplätze nur im Parkhaus vorhanden und außen herum Großbaustelle ist, der zweite ICA war so winzig, dass wir nichts zum kaufen finden, erst im dritten ICA (gut eine halbe Stunde Fahrt vom einen Ende an das andere der Stadt) hat dann alles geklappt.

Nun können wir endlich entspannt zum Hafengebiet fahren. Schnell haben wir einen Parkplatz (Glück muss der Mensch haben), so können wir in Ruhe zum alten Strandbad spazieren und stellen uns später am Kiosk an, um unser (wie sich wenig später herausstellte) vermeintliches Abschiedsessen genießen. Für Rainer: Tjorkkorv med mos (dicke Bockwurst mit Stampf) und für Mona: Kjöttbullar mit Stampf, das ganze inkl. Getränk für 10 Euro umgerechnet.

Nun wird es langsam Zeit, an den Hafen zu fahren. Wir sind zeitig dort, noch kein Fahrzeug in der Warteschlange, auch kein Schiff zu sehen. Nun gut. Nach etwa 15 Minuten warten geht Rainer zum Ticketschalter und fragt "dumm" nach, ob zu der bestehenden Buchung noch etwas zu machen wäre. Die Dame am Schalter wirft einen Blick auf unsere Buchungsunterlagen und meint dann: "wir haben ein Problem"
Es stellte sich nun heraus, dass die Fähre in die verkehrte Richtung gebucht war, also von DK nach Schweden und nicht so, wir wir es nun haben wollten. Wie immer das passieren konnte (vermutlich unsere Schuld), wir mussten umbuchen. Dies natürlich zum aktuellen Tagespreis und erst einen Tag später. Dies macht dann mal 60 Euro ungeplante Zusatzkosten aus. Ärgerlich, aber an der Stelle haben wir keine Wahl, eine Stornierung ist am Reisetag nicht mehr möglich.

Wir beschließen kurzerhand, zum gestrigen Übernachtungsplatz auf der Halbinsel Onsala (Smarholmen) wieder aufzusuchen. Sind zwar gut 50km Fahrt, aber es ist ein super schöner Platz. Dort angekommen, hält uns ein junger Mann an und verlangt ca. 4 Euro Parkgebühr. Komisch, gestern war keiner da, um etwas zu kassieren, auch kein Hinweisschild war zu sehen. Wir zahlen zähneknirschend und fahren auf den Parkplatz ein.

Kaffee und Rundstykker versüßen uns nun den Nachmittag. Leider kommt im Abstand von ca. 20 Minuten immer wieder ein kurzer Regenschauer. Als es dann mal länger aufklart, beschließt Rainer, sich hier in die Fluten zu stürzen. Das Wasser ist zwar a..kalt, aber was die Schweden können, kann Rainer ja schon lange. Er ist halt ein harter Bursche :-)))

Leider vermiesen eine nicht geringe Anzahl an Feuerquallen den Badespaß, so dass Rainer dann nach wenigen Minuten wieder das Wasser verlässt. Aber es hat Spaß gemacht und später wird das Ganze dann nochmal wiederholt.

So versuchen wir, dem nun hoffentlich wirklich letzten Abend in Schweden etwas Positives abzugewinnen und genießen ihn in am und um das Wohnmobil herum.

Smarholmen (Halbinsel Onsala)

Smarholmen (Halbinsel Onsala)

- wieder am gleichen Platz wie gestern ...

Food City ...

Food City ...

Donnerstag, 19. August 2010:
Morgens um 6 Uhr ist die Welt noch in Ordnung mag sein, aber garantiert nicht im Urlaub *grummel*
Wir stehen langsam auf und machen uns auf den Weg nach Varberg. Es regnet immer wieder mehr oder weniger stark, bis wir am Schiffsanleger der Stena Line ankommen. Heute wartet doch auch tatsächlich die "Stena Nautica" auf uns. Kurz vor 8 Uhr kommen wir an Bord und gehen auch sogleich in das Restaurant "Food City", wo wir zum Lunch angemeldet sind. Hier genießen wir den ersten Teil der Überfahrt nach Grenå in Dänemark.

Zwischendurch gehen wir auf das Sonnendeck hinaus, wo uns doch tatsächlich die Sonne empfängt. Ungefähr zur Halbzeit der Überfahrt passieren wir die dänische Insel Anholt inmitten der Ostsee.

Überfahrt Varberg -> Grenå

Überfahrt Varberg -> Grenå

- strahlend blauer Himmel ...

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