2013: Umplanung ... weiter in Dänemark - Teil 6

Montag, 19. August 2013 (Fortsetzung):
Pünktlich laufen wir um 13:15 Uhr im Hafen von Grenaa ein und kommen auch zügig von Bord.

Das erste Ziel in Dänemark soll die Stadt Randers sein. Wir beabsichtigen, den "Randers Regnskov" zu besichtigen. Aber zuerst brauchen wir Geld in dänischer Währung. Der Wohnmobilstellplatz von Randers gefällt uns nicht (liegt ziemlich vom Zentrum entfernt), so stellen wir uns auf den Parkplatz vom "Randers Regnskov" und spazieren in die Stadt. Geld ist schnell geholt und genauso schnell besucht Mona den "Tiger" und einen anderen Billigladen um dieses auch gleich wieder auszugeben. Das macht bei Rainer enorm Stimmung *grummel*

Randers

    • Eingangsbereich vom "Randers Regnskov"

    • Altstadtimpressionen aus Randers

    • Altstadtimpressionen aus Randers

    • Altstadtimpressionen aus Randers

Die Lust auf Randers ist damit vorbei und wir fahren an den Limfjord. Aus dem Urlaub von 2011 kennen wir den Yachthafen von Hvalpsund. Dieser ist unser Ziel, welches wir auch gegen 17 Uhr erreichen. Die Sonne scheint, so genießen wir den restlichen frühen Abend noch draußen, bevor wir uns dann doch irgendwann ins wärmere Wohnmobil zurückziehen.

Der Abend verläuft dann entspannt und gegen 22 Uhr verschwinden wir schon in den Betten.

Übernachtungsplatz Hvalpsund

    • Wiesenstellplatz Hvalpsund

    • Servicegebäude vom Stellplatz Hvalpsund

    • Sonnenuntergang am Hafen Hvalpsund

    • am Hafen von Hvalpsund

Dienstag, 20. August 2013:
Eine ruhige Nacht läßt uns morgens kurz nach 8 Uhr aufwachen. Draußen ist strahlend blauer Himmel. Wir stehen auf uns frühstücken.

Am gestrigen Abend haben wir uns mit Evi & Regnar per Facebook für heute Nachmittag zum Kaffee verabredet. Und wenn wir schon ganz in den Norden hinauffahren, dann ist ein Besuch des Leuchtturmes "Rubjerg Knude" bei Lønstrup Pflicht. Und dies erst recht, da wir heute ein Bilderbuchwetter für einen solchen Besuch haben. Nach knapp eineinhalb Stunden Fahrt sind wir am Leuchtturm. Schon von weitem erkennt man, dass es wieder Veränderungen gegeben hat. Wir spazieren den Weg vom Parkplatz an der Straße bis zum Leuchtturm und erklimmen die hohen Dünen. In aller Ruhe sehen wir uns die aktuelle Lage des Turmes an und müssen aber auch erkennen, dass seit unserem letzten Besuch zum letzten Jahreswechsel hier wieder fast 2m Küste weggebrochen sind. Es mag noch ein paar Jahre dauern, aber das Schicksal des Turmes scheint besiegelt leider !

Info Rubjerg Knude (Quelle: WIKIPEDIA):

Die Rubjerg Knude bildet den höchsten Punkt der Steilküste von Lønstrup. Sie erreicht eine Länge von bis zu 1900 m und eine Breite von bis zu 400 m. Rubjerg Knude selbst hat eine Höhe von gut 70 m. Die oberen 20 bis 25 m bestehen aus Flugsand. Darunter liegt eine bis zu 50 m hohe Steilküste, die aus eiszeitlichen Ablagerungen aufgebaut ist, mit einem für Dänemark einzigartigen Beispiel isostatisch aufgeschuppter Schollen. Die Düne erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung und fällt zum Meer hin steil ab. Zu den 50 m des Küstenkliffs hat der Wind in den vergangenen Jahrzehnten den durch die Erosion losen Sand um weitere 50 m aufgehäuft, so dass sie mit bis zu 100 m Höhe die größte Wanderdüne Europas ist.

Am 27. Dezember 1900 wurde an der Küste von Rubjerg hinter einer damals nur zwei bis drei Meter hohen Düne das Fyr, der 23 m hohe Leuchtturm, zusammen mit vier Nebengebäuden (den Wärterhäuschen) eingeweiht. Er sandte alle halbe Minute einen langen weißen Lichtstrahl und anschließend zwei kurze Blitze aus. Dieses Signal konnte bis zu 42 km weit wahrgenommen werden.

Ab den 1910er Jahren blies der Wind große Mengen Sand von der Steilküste herauf und die eigentliche Düne bildete sich auf dem schmalen Streifen zwischen dem Leuchtturm und dem Meer. Der Sand drang zwischen den Wärterhäuschen ein verschüttete einen Brunnen und machte den Kräutergarten unfruchtbar. Schon zu diesem Zeitpunkt wurden dutzende Fuhren Sand weggefahren. In den 1950er Jahren gruben Bauunternehmen große Mengen an Sand von der Spitze der stetig wachsenden Düne ab aber ohne Erfolg. Rubjerg Knude wanderte, getrieben vom Wind, weiter und erreichte schließlich eine Höhe von etwa 50 m. Der Leuchtturm war nun vom Meer aus nicht mehr zu sehen. Er wurde am 1. August 1968 abgeschaltet. Einen unmittelbaren Ersatz gab es wegen der verbesserten Navigationstechnik nicht.

Leuchtturm Rubjerg Knude

Dann zurück zum Wohnmobil. Wir fahren nach Hjørring und kaufen bei einem Bäcker noch schnell etwas Süßes ein. Dann fahren wir zu Evi & Regnar nach Bindslev. Hier kommen wir dann für heute zu Ruhe und genießen den Nachmittag bei Kaffee und leckeren Gebäckstückchen. Später ist dann Grillen angesagt, Rainer findet noch eine Ration niederländisches Dosenbier in den Tiefen des Wohnmobiles, so ist der Abend gerettet ;-)

bei Evi & Regnar

    • Hauszufahrt von Evi & Regnar

    • im Garten von Evi & Regnar

    • auch der Hund ist mit von Partie

    • Grillen ist angesagt !

Mittwoch, 21. August 2013:
Evi musste morgens schon weg, so sorgt Regnar für uns. Als wir um 9 Uhr ins Haus kommen, ist der Kaffee schon fertig und Brötchen aufgebacken. So können wir noch in Ruhe zusammen frühstücken.

Kurz nach 10 Uhr kommen wir los. Wir fahren nach Hirtshals, wir brauchen Getränke. Dann Weiterfahrt nach Lønstrup um die alte Mårup Kirke" an der Steilküste mal wieder zu besuchen. Auch hier sichtbare Veränderungen an der Sandsteilküste, die auch hier Jahr für Jahr und Meter für Meter abrutscht und den Resten der Kirche bedenklich nahe kommt.

Info Mårup Kirke (Quelle: WIKIPEDIA):

Das gleiche Phänomen des Landabbruchs (wie bei Rubjerg Knude) tritt bei der Kirche von Mårup zutage, die sich etwa anderthalb Kilometer nördlich in Sichtweite des Leuchtturms befindet. Im Laufe der Jahre hat das Meer die Steilküste immer weiter zurückgedrängt. Vor einigen Jahren war es deshalb nötig, die Kirche aus Sicherheitsgründen zu schließen, da sie nur noch wenige Meter vor der Abbruchkante stand. Ein kleiner Teil des sich anschließenden alten Friedhofs ist bereits mitsamt den Gräbern abgerutscht. Im Herbst 2008 wurde die Kirche bis auf die Grundmauern abgetragen.

Mårup Kirke

    • am Parkplatz der Mårup Kirke (bei Lønstrup)

    • Spaziergang zur Mårup Kirke (bei Lønstrup)

    • alte Gräber bei der Mårup Kirke (bei Lønstrup)

    • Steilküste an der Mårup Kirke (bei Lønstrup)

Heute wollen bzw. müssen wir noch ein Stück weiter südwärts kommen. Über Aabybro (Eiskauf in der Mejeri) fahren wir die Straße 11 in Richtung Thisted weiter. Hinter Fjerritslev halten wir bei dem Naturreservat Vejlerne für eine kurze Besichtigung. Leider sind nur wenige Vögel heute zu sehen

Naturreservat Vejlerne

    • Naturreservat Vejlerne

Das Tagesziel für heute ist der Platz "Thy Mini-Camping" in Ræhr bei Hanstholm. Der Platz liegt ruhig an einem Fischteich und wird für uns die Bleibe für den restlichen Nachmittag und für die bevorstehende Nacht.

Übernachtungsplatz in Ræhr

    • Übernachtungsplatz "Thy Mini Camping" in Ræhr bei Hanstholm

Donnerstag, 22. August 2013:
Wie gewünscht, hatten wir eine sehr ruhige Nacht hier am Platz. Während des Frühstücks überlegen wir die Route der weiteren Fahrt heute. Wir einigen uns auf schnelles Vorwärtskommen, was heißt, dass wir bei Thisted auf die Straße 11 auffahren und diese bis Ribe praktisch nicht mehr verlassen. Praktisch heißt in diesem Fall, dass es kleine Abweichungen gibt. So nutzen wir den einen und anderen Supermarkt entlang der Strecke für Einkäufe bezüglich Lebensmittel, wie schon auf den meisten Touren üblich.

Gegen 15 Uhr treffen wir in Ribe ein. Der Supermarkt Føtex ist auch hier wieder die erste Wahl. Anschließend Spaziergang in die Stadt. Im Winter hatten wir gesehen, dass der Platz um die Domkirche umgestaltet worden ist und möchten uns das jetzt genauer ansehen. Die Fotos davon sind obligatorisch, ebenso wie der Besuch der Domkirche.

Info Ribe Domkirche (Quelle: WIKIPEDIA):

Ribe ist gleichzeitig der älteste Ort des heutigen Dänemarks. Nach der ersten Kirche von Haithabu/Schleswig gilt Ribe als ältester Kirchenort in Nordeuropa. Um 860 gründete der Apostel Ansgar hier die erste Kirche. Das Bistum Ribe wurde 948 gegründet. Um 1100 begann man mit dem Bau der Steinkathedrale zur Amtszeit des Bischofs Thure. In der Regierungszeit König Christians III. wurde in den 1530'er Jahren die Reformation eingeführt. Das Bistum Ribe wurde in eine evangelische Kirchenprovinz umgewandelt. Es umfasste nach wie vor nicht nur den Südwesten von Jütland, sondern auch den Nordwesten des staatsrechtlich nur teilweise mit dem Königreich Dänemark verbundenen Herzogtum Schleswig. Die bischöflichen Besitzungen südlich der Königsau (u.a. Møgeltønder) wurden säkularisiert, bildeten aber nach wie vor Exklaven des Königreichs, und zwar bis 1867. Als Nordschleswig 1920 fester Bestandteil Dänemarks wurde, wurde das Bistum Ribe zu Gunsten des neu geschaffenen Bistums Haderslev verkleinert, dessen Hauptteil bis dahin zum Bistum Schleswig gehört hatte.

Kurz vor 17 Uhr dann Weiterfahrt nach Skærbæk. Hier steuern wir den Stellplatz am Campingplatz an (siehe auch Tour Frühsommer 2013 DK) und lassen uns auf diesem nieder. Den letzten Abend auf dänischem Boden wollen wir so entspannt ausklingen lassen.

Übernachtungsplatz Skærbæk

    • Skærbæk Camping - hat einen Stellplatz abseits auf einer Wiese

Freitag, 23. August 2013:
Wir konnten uns nochmal schon erholsam ausschlafen und gemütlich frühstücken. Da heute nochmal strahlend blauer Himmel herrscht, fahren wir zur Insel Rømø. Auf dem Damm haben wir Stress mit einem holländischen LKW, dem wir erstens zu langsam fuhren (Tacho knapp über 90 !!!), der uns dann überholte und auf halber Höhe wieder nach rechts zog, so dass nur eine kräftige Bremsung ein Unheil vermied. An der Ampel am Inseleingang stand er dann wieder wartend neben uns so ein Vollidiot !

Wir fahren nach Lakolk und dort sofort an den Strand. Der Sand ist fest wie schon lange nicht mehr und so können wir sehr weit vor fahren. Nur wenige Meter vor der Hochwasser-Linie (es war allerdings Ebbe) parken wir unser Wohnmobil und spazieren in Richtung Wasser. Dies ist angenehm warm, so ärgert es schon ein wenig, dass wir heute Dänemark verlassen müssen

Bevor wir die Insel verlassen, fahren wir noch zum Hafen nach Havneby. Mona kauft noch etwas Fisch und Rainer macht ein paar Foto's. Dann geht es aber doch auf den Damm und zurück auf das Festland.

Insel Rømø

    • Zufahrt zum Strand bei Lakolk

    • ganz vorne am Strand bei Lakolk

    • die Inselkirche von Rømø

    • am Hafen (Havneby) der Insel Rømø

Wir steuern Tønder an und wollen eigentlich auf den Parkplatz am Wasserturm. Aber heute beginnt das " Tønder Festival", entsprechend sind schon Menschenmassen unterwegs und der Parkplatz ist für das Festival gesperrt.

bei Rudbøl

bei Rudbøl

So disponieren wir um und fahren zurück zum Supermarkt. Im Norden der Stadt. Dort noch ein letzter Einkauf inkl. Hotdog für jeden von uns und dann geht es auch schon weiter. Über Rudbøl fahren wir Nebenstrecke bis südlich von Niebüll und dort auf der B5 weiter nach Husum. Ein leckeres Fischbrötchen beim "Fischhaus Loof" ist hier Pflicht und nach einem kurzen Stadtbummel muss auch noch ein Kaffee sein.

Husum

    • wir gönnen uns ein Fischbrötchen

    • Spaziergang am alten Hafen entlang

Das Tagesziel für heute ist der Parkplatz vom "Heidepark Soltau". Diesen erreichen wir dann ohne Stau und sonstige Störungen kurz vor 19 Uhr, da wird es Zeit für das Abendessen. Hier lassen wir dann auch gemütlich den letzten Abend unserer Tour ausklingen

Übernachtungsplatz Soltau

    • am Parkplatz vom "Heidepark Soltau"

Samstag, 24. August 2013:
Morgens um 6 Uhr ist die Welt noch in Ordnung naja, so wirklich ausgeschlafen sind wir nicht, als der Wecker uns aus den Federn wirft. Warum so bald ? Wir möchten im Autohof Schwarmstedt (ca. 50km entfernt) das Frühstückbuffet genießen und anschließend auf die Piste, bevor die Heimreisewelle aus dem Norden so richtig anrollt. Gesagt getan wir starten zum Autohof. Kurz vor 7 Uhr sind wir dort und lassen es uns bei einem leckeren Frühstücksbuffet sehr gut gehen. Kurz nach 8 Uhr sind wir dann wieder auf der Piste.

Bis Hannover ist schon recht reger Verkehr, aber dann lässt es sich sehr gut fahren. Am Rasthof Göttingen dann ein Halt zur allgemeinen Blasenentleerung und schon geht es weiter. Den letzten Halt machen wir am Autohof "Drei Gleichen" kurz vor Erfurt. Ein Kaffee muss sein. Die letzte Stunde nach Hause läuft dann auch absolut unproblematisch, so kommen wir wohlbehalten gegen 13:30 Uhr zu Hause an.

Hinter uns liegen 24 Tage Tour, dabei haben wir von Haustür bis Haustür fast 5000km zurückgelegt, doch ein Stück mehr, als ursprünglich geplant. Aber jeder Tag war spannend, ob geplant (die ersten beiden Teile der Tour) oder ungeplant und spontan (dritter Teil in Dänemark). Der Fotoapparat hat etwa 1700 Bilder auf dem Laptop hinterlassen (technisch schlechte oder mehrfache Bilder unterwegs schon aussortiert). Damit haben wir neben der Sortierarbeit auch schöne Andenken an diese Tour.



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