Teil 1 - Anreise nach Trelleborg

freie Fahrt (A71)

freie Fahrt (A71)

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Donnerstag, 26. Juli 2018:

Nachmittags gegen 15:30 Uhr fahren wir los. Es ist ungemütlich warm, die Sonne brennt mit 33° auf uns nieder. Aber die Klimaanlage läuft. Wir kommen sehr gut voran und treffen schon kurz vor 19 Uhr in Coswig am Stellplatz “Marina Coswig” ein. Hier sind es “nur” noch 32° bei angenehmem Wind.

Nach der Anmeldung lassen wir uns erst einmal zum Abendessen nieder, natürlich draußen und im Schatten vom benachbarten Fahrzeug. So genießen wir den ersten Abend unserer bevorstehenden Tour.

Stellplatz "Marina Coswig"

Stellplatz "Marina Coswig"

Freitag, 27. Juli 2018:

Schon um acht Uhr morgens liegen die bestellten frischen Brötchen auf dem Tisch vor dem Wohnmobil. Grund genug für uns, langsam aufzustehen. Gemütlich frühstücken wir in Ruhe, dann wird aufgeräumt und kurz nach halb zehn Uhr fahren wir mit einem etwas unguten Gefühl los. Warum ungutes Gefühl ? Gestern hörten wir im Radio etwas von einem Waldbrand, der die Vollsperrung der A9 und der A10 zur Folge hatte, also Strecken, die noch vor uns liegen !

Aber gut, schauen wir mal … es ist reger Verkehr und immer wieder hören wir die Nachrichten bzw. Verkehrsmeldungen ab …

auf der A10 Richtung Norden - endlich freie Fahrt ...

auf der A10 Richtung Norden - endlich freie Fahrt ...

So haben wir leichte Hoffnung, da mittlerweile “nur” noch Richtung Süden gesperrt ist, also uns nicht wirklich betreffen wird. Trotzdem kommen wir immer wieder in stauähnliche Situationen, da sich an mehreren Autobahnausfahrten der Verkehr bis weit in die Autobahn hinein staut, eine nicht ganz unkritische Geschichte.

Aber ab der A24 läuft es dann recht gut, so dass wir gegen 13:15 Uhr die Autobahn bei Rostock verlassen und Richtung Rövershagen abbiegen. Kurz vor dem Ort tanken wir noch schnell, dann sehen wir einen Supermarkt und wollen dort noch etwas einkaufen. Mona ist schon ausgestiegen, Rainer rangiert noch etwas … Mona schaut komisch … Rainer fragt warum … “Licht geht nicht auf einer Seite” … toll !!!

Schnellcheck: vermutlich Glühbirne vom Abblendlicht defekt, praktisch fast nicht selbst zu wechseln …

Naja, erst einmal den Hunger stillen, dann sehen wir weiter. Der Thai am Supermarkt kommt uns gerade recht, ein guter Schnellimbiss ist besser als gar nichts ;-)

Rainer sucht im Internet den nächsten FIAT-Händler und wird nur wenige Kilometer weiter fündig. Zum Glück werden wir gleich bedient und der Techniker tauscht mit geübten Fingern die defekte Birne, wo andere den kompletten Scheinwerfer ausbauen. Dann noch schnell Check des Ölstandes … viel zu niedrig (5 mm unter Minimum), also einen Liter Öl nachfüllen. Zur Sicherheit verkauft uns der Meister noch einen Liter extra … somit ist der Geldbeutel um ca. 62 Euro leichter. Trotzdem zufrieden fahren wir nun zurück nach Rövershagen zu “Karls Erlebnisdorf”.

Mittlerweile ist es nach 15 Uhr, ein Kaffee würde uns jetzt gut tun, so geschieht es dann auch. Den restlichen Nachmittag verbringen wir in dem Erlebnisdorf bei Temperaturen von gut 31° draußen, aber ein kräftiger Wind macht es einigermaßen erträglich.

Karls Erlebnisdorf

Stellplatz "Graal-Müritz"

Stellplatz "Graal-Müritz"

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Als wir gegen halb sieben Uhr abends zum Wohnmobil zurück kehren, beschließen wir, doch nicht hier auf dem Parkplatz zu übernachten (pralle Sonne, Verkehrslärm usw.). Wir fahren erst einen älteren Gutshof an, aber der Stellplatz dort existiert nicht mehr, so fahren wir dann doch nach Graal-Müritz auf den uns bekannten Stellplatz. Hier finden wir einen angenehmen Schattenplatz für stolze 15 Euro (für 24 Stunden parken) … und kein Hinweis darauf, ob da die ortsübliche Kurtaxe enthalten ist oder nicht … wir werden morgen früh sehen, ob wir ähnliches erleben wie vor einigen Jahren …

Samstag, 28. Juli 2018:

Als wir kurz nach acht Uhr morgens aufstehen, frühstücken wir vorsichtshalber “indoor”, um den Ordnungshütern nicht noch eine Steilvorlage zu liefern … diese lassen sich heute jedoch nicht blicken bis wir gegen halb zehn Uhr den Platz verlassen.

Wir fahren nach Rostock und besuchen zuerst den Supermarkt “Border Shop” in Hafennähe. Hier kann man teilweise günstig Getränke erwerben, aber heute werden wir nicht so richtig fündig und ziehen wieder weiter. Eine Runde durch den Hafen, dann noch zum nächsten Shop … eine Flasche finnischer Wodka erscheint uns preislich attraktiv und wandert somit in den Einkaufswagen.

Nächste Station ist der Fährterminal am Hafen. Im kleinen Bistro gönnen wir uns einen Kaffee und lassen die Zeit ein wenig verstreichen. Gegen 12:30 Uhr fahren wir zum Check-In … eigentlich deutlich zu bald, aber andere Benutzer der Fähre sind noch schlimmer als wir. Aktuell ist nur eine Spur für den Check-In freigegeben, aber wir müssen wohl noch bis ca. 13:15 Uhr warten, bis der Check-In beginnt (die Fähre der TT-Line fährt um 14:30 Uhr).

Kurz nach 13 Uhr wird eine zweite Fahrspur für den Check-In markiert, schnell wechseln wir die Spur und stehen als Nr.2 vor dem Terminal. Die Formalitäten sind schnell erledigt und wir fahren in die vorgegebene Spur 8 zwischen zwei LKW-Spuren nach vorne und harren der Dinge, die da kommen werden. Es wird ein langes harren … die Fähre “Huckleberry Finn” der TT-Line ist auch um 14:30 Uhr weit und breit nicht zu sehen. Gegen 15 Uhr sehen wir sie dann in den Hafen einlaufen, bis wir an Bord kommen, wird es fast 16 Uhr und mit genau zwei Stunden Verspätung legt sie dann doch endlich ab.

Fährhafen Rostock

Scheckkarte für das Zimmer

Scheckkarte für das Zimmer

Angeblich sind technische Probleme ein Grund für die Verzögerung. An Bord ist außerdem das Kassensystem abgestürzt, es ist nur Barzahlung möglich. Die Sauberkeit auf dem Teppich lässt sehr zu wünschen übrig, auch die Tische waren nicht abgewischt. Naja … wenigstens ist das Essen einigermaßen okay.

Fährterminal Trelleborg

Fährterminal Trelleborg

Die Überfahrt verläuft zum Glück problemlos, dank der Tageskabine haben wir einen Rückzugsort, den wir auch rege nutzen. Gegen 22 Uhr laufen wir dann in den Hafen von Trelleborg ein und es wird fast halb elf bis wir die Fähre verlassen und den überfüllten Stellplatz vor Trelleborg anfahren können. Bis Mitternacht treffen noch Wohnmobile ein, Schiebetüren fängt man zu hassen an, man hat das Gefühl, dass jedes Fahrzeug hier Schiebetüren und mind. zwei quengelnde Kinder hat …. Erst gegen ein Uhr morgens kehrt langsam Ruhe ein.

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