von Folldal nach Stryn

Sonntag, 24. August 2025

Detaillierte Übersichtskarte für die Fahrt von Folldal nach Stryn

Die Ruhe am Platz war super. Sehr entspannt stehen wir heute auch recht spät auf und frühstücken in aller Ruhe, draußen leicht bewölkter Himmel mit sonnigen Abschnitten. Wir gönnen uns noch einen kleinen Spaziergang und dabei beschließen wir allerdings auch, das Bergwerk heute nicht zu besuchen. Vielleicht kommen wir mal wieder in diese Gegend, dann können wir es ja vielleicht nachholen.

Also gut, dann mal rein ins Wohnmobil und los geht es.

Für den heutigen Tag haben wir uns EIN (besonderes) Ziel gesetzt. Ob das realistisch ist, kann man schwer sagen, es sind zum einen einige Kilometer zu fahren, es ist Sonntag, mit teilweise viel Ausflugsverkehr ... eventuell müssen wir zwei Etappen draus machen.

Um es klar zu sagen: es sind 225 Kilometer bis zum angedachten (Haupt-)Ziel, das werden also mindestens dreieinhalb Stunden Fahrt ... das könnte eine Herausforderung werden !

Jetzt erwarten wir von euch eigentlich die Frage: Wo ist denn nun eigentlich das "angedachte" Ziel ?

Wer uns schon länger folgt, weiß dass wir im August 2022 auch hier im Großraum unterwegs waren. Nach der Fahrt über den "Trollstigen" und passieren des Ortes "Geiranger" sind wir zur Hochebene beim See "Djupvatnet" gefahren.

Auf der Hochebene dann ein kurzer Stopp zum Fotografieren. Rainer steigt aus und steigt wenige Meter hinauf, um etwas Höhe zu gewinnen. Er fotografiert und beginnt den Abstieg. vielleicht 10 Meter vor dem Wohnmobil rutscht er mit einem fürchterlichen Schrei aus und stürzt zu Boden.

Damit war die für 4 Wochen geplante Tour nach 2 Wochen zu Ende. Details dazu findet ihr in folgendem Reisebericht:

www.sharanys-reisen.de/rb/schweden/2022-schweden-norwegen/9-das-wars/

Ergänzend dazu das folgende Video auf unserem YouTube - Kanal:

youtu.be/alnO0AFWhOE?si=hZdeekiKZxX0bBAW

Die Aktion hat Rainer im Oktober 2022 wegen einer Lungenembolie beinahe das Leben gekostet (Falschbehandlung durch Orthopäden). Nun möchte Rainer diesen (seinen) Schicksalsort noch einmal besuchen !

Einkaufen im Supermarkt, um sich die Beine zu vertreten ? Wir können das ...und zwar in der Nähe von "Dombås" (Link), entlang unserer Strecke.

Den nächsten Halt gibt es an einem Parkplatz an der "Nord-Sel kyrkje" (Link), der offiziell sogar ein kostenloser Stellplatz für Wohnmobile ist. Der Kirche statten wir natürlich einen Besuch ab. Leider müssen wir feststellen, dass sie am heutigen Sonntag geschlossen ist. Man kann nicht nur immer Glück haben.

Achtung: Rainer war irgendwie "schockverliebt" in die hübsche Dame auf dem Stein ... Kristin Lavransdatter ... anscheinend voll sein Typ *lach" ...

Das bekannteste Denkmal für Kristin Lavransdatter (die Romanheldin der Nobelpreisträgerin Sigrid Undset) steht in Nord-Sel, Norwegen, in der Nähe der Sel Kirche. Es wurde 1982 als Geschenk des Verlags Aschehoug anlässlich des 100. Geburtstages von Sigrid Undset geschaffen und von der Künstlerin Kari Rolfsen gestaltet.

Ein paar Bilder haben wir trotzdem mitgebracht:

Bildergalerie "Nord-Sel kyrkje"

Nach der nicht so wirklich geklappten Besichtigung der Kirche kehren wir zum Wohnmobil zurück und fahren weiter. Bei "Otta" verlassen wir die Schnellstraße E6 und fahren auf der Fv15 weiter. Viele Kilometer später erreichen wir den Ort "Fossbergom". Hier ist die Hölle los ... schnell erfahren wir auch warum ...

Hier steht eine tolle Stabkirche, die "Lom stavkyrkje" (Link). Die würden wir gerne besichtigen, aber hier tummeln sich schon etwa 10 Reisebusse und blockieren teilweise den Durchgangsverkehr ... Rainer winkt ab: keine Chance. Auch der Versuch, irgendwo in fußläufiger Entfernung eine Parkmöglichkeit zu finden, scheitert.

Kurz noch etwas Informatives: Die Stabkirche von Lom ist eine beeindruckende Kirche mit einer reichen Geschichte. Sie wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und diente sowohl Dorfbewohnern als auch Reisenden als wichtigem Knotenpunkt zwischen Ost und West. Die Kirche ist in Stabbauweise errichtet und besitzt ein erhöhtes Mittelschiff, das von einer Reihe innerer Stabsäulen getragen wird. Die geschnitzten Drachenköpfe auf dem Dach sind seit der Erbauung charakteristisch für die Kirche. Der oberste Drachenkopf an der Ostseite und der Dachfirst über dem Chor sind 1964 angefertigte Kopien der originalen mittelalterlichen Verzierungen. (Quelle: www.lomstavechurch.no)

Schade ... die Stabkirche hätten wir uns schon gerne angeschaut ... aber so fahren wir weiter entlang der Fv15. In "Skjåk" (Link) tritt Rainer energisch auf die Bremse ... hier stehen einige alte SAAB herum, vielleicht ein Oldtimertreffen ? Aber zuerst ein paar Bilder:

Skjåk - kleines Treffen von SAAB Oldtimern

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Man hat sich hier im Vereinsheim getroffen, um den Sonntag gemütlich plauschend gemeinsam zu verbringen. Man scheint sich hier öfters "einfach so" zu treffen, was ja auch nicht verkehrt ist.

Ebenfalls nicht verkehrt wäre es, wenn wir kurzfristig etwas magenfüllendes entdecken würden, was zudem auch in bezahlbarer Preisregion zu finden wäre. Wir suchen nicht lange, wenige 100m weiter ist eine Tankstelle mit einem gut besuchten Bistro.

Also nichts wie rein und am Tresen bestellt (auf englisch). Nach etwa 15 Minuten Wartezeit kommt die Mahlzeit frisch zubereitet auf den Tisch. Tja ... was soll man dazu sagen ... eigentlich nur das: es schmeckt richtig gut !

Wir haben wieder einiges an Kilometern hinter uns gebracht, als wir am "Rasteplass ved Breidalsvatnet" (Link) ankommen. Hier legen wir eine Pause ein und genießen ein wenig die traumhafte Landschaft.

Wir entdecken das Schild "Gamle Geirangerveg", also die "Alte Geirangerstraße".

INFO: Der Geirangervegen ist eine „Nationale Touristenroute“ in Norwegen und verbindet, wie der Name bereits verrät, den am Ende des Geirangerfjords auf Meereshöhe gelegenen Ort Geiranger mit der Kommune Skjak, in der norwegischen Provinz Innlandet. Im weitesten Sinn führt die Strecke dann weiter talwärts bis Lom im Ottadalen.

Der Gamle Geirangervegen bezieht sich in der Regel auf historische Abschnitte oder die ursprüngliche Route der heutigen Fylkesvei 63, die den Ort Geiranger am Ende des Geirangerfjords mit dem Hochland in Richtung Skjåk verbindet. Diese Straße ist Teil einer der bekanntesten nationalen Touristenrouten Norwegens, der Verbindung "Geiranger–Trollstigen".

Sowohl hier am Rastplatz als auch den nächsten Kilometern haben wir ein paar Bilder gesammelt und zu einer Bildergalerie zusammengestellt:

Bildergalerie "Geirangervegen" Fv15

Im weiteren Verlauf der Fahrt erreichen wir mit Beginn des Sees "Langvatnet" eine Abzweigung. Hier verlassen wir die Fv15 und fahren auf der Fv63 weiter. Damit sind wir nun auf der "Fjordlandschaftsroute Geirangerfjord" und kommen unserem für heute geplanten Ziel immer näher.

Die Straße ist absolut traumhaft, sie schlängelt sich durch die mehr oder weniger hohen Berge, die teilweise noch mit Schnee bedeckt sind. Wir freuen uns richtig auf das Video über den heutigen Tag, da sind sicher atemberaubende Aussichten dabei.

Diese teilweise richtig dramatische Westküstenlandschaft fesselt uns Meter für Meter. Gefühlt möchte man bei jeder Möglichkeit stehen bleiben um zu fotografieren. Das haben wir sooo natürlich nicht gemacht, trotzdem sind ein paar Bilder entstanden, die wir euch hier zeigen:

Bildergalerie "Fjordlandschaftsroute Geirangerfjord"

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      Landschaftsroute

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      Wasserfall

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      kurze Pause

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      Auffahrt zu "Dalsnibba"

Nur wenige Kilometer Weiter erreichen wir die "Djupvasshytta" (Link). Wir befinden uns nun auf einer Höhe von 1030 Metern über Meereshöhe. Für Mitmenschen, die bisher nur die europäischen Alpen kennen, denken wahrscheinlich, das ist doch gar nichts. Schaut euch bitte die Bilder an ... betrachtet man die Vegetation, dann entsprechen unsere 1030 Meter etwa 2300 bis 2500 Metern in den Alpen. Hier ist in der Regel bis in den Mai hinein Winter ... also nur ein kurzes Jahr.

Das Hotel Djupvasshytta (Webseite - Link) liegt idyllisch in den Bergen, eingebettet in die atemberaubende Landschaft rund um Geiranger. Auf 1030 Metern Höhe ist Djupvasshytta ein traumhafter Ort für alle, die Ruhe und Erholung inmitten herrlicher Natur suchen. Mit dem fast 200 Meter tiefen Bergsee Djupvatn, dem Blåfjellsbreen und dem Dalsnibba in unmittelbarer Nähe (ca. 5km) kann man die Natur hautnah erleben.

Das Hotel liegt direkt an der Abzweigung zum Dalsnibba. Der "Nibbevegen" führt hinauf auf 1500 Meter über dem Meeresspiegel und ist wegen der Aussicht auf den sieben Kilometer entfernten Geirangerfjord beliebt. Aufgrund seiner Höhe ist er auch im Sommer oft noch schneebedeckt.

An dieser Stelle dürfen natürlich ein paar Bilder nicht fehlen:

Bildergalerie "Djupvasshytta" und Umgebung

Bis zu unserem Tagesziel, dem Unglücksort von Rainer am 13. August 2022, sind es nur ein paar 100 Meter.

Leider stehen in der Haltebucht Fahrzeuge, deswegen halten wir nur kurz für ein paar erste Bilder:

Bildergalerie "Unglücksort von 2022" - Teil 1

Rainer möchte hier ein paar Fotos schießen, wenn außer uns kein anderes Fahrzeug da steht.

Deswegen fahren wir auf der Hochebene noch ein Stück weiter in Richtung Geiranger.

Nach etwa zwei Kilometern halten wir kurz, natürlich auch um Fotos zu machen:

Bildergalerie "Impressionen Hochebene"

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      traumhaft schön !

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      wie im Hochgebirge

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      vor uns geht's nach Geiranger

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      Blick Richtung Geiranger

Wir wenden und fahren zurück zur Unglückstelle von 2022 in der Hoffnung, dass die Parkbucht nun komplett frei ist.

Das klappt auch nahezu perfekt. Ein anderes Wohnmobil fährt gerade weg, als wir ankommen.

Ein wenig Glück braucht man also auch !

Bildergalerie "Unglücksort von 2022" - Teil 2

Für Rainer war es ein denkwürdiger Moment, nochmals vor der Unglückstelle zu stehen, die ihm im Nachgang beinahe das Leben gekostet hätte. Der genaue Ort des Sturzes hat sich nicht exakt lokalisieren lassen. Da hat sich durch Witterungseinflüsse in den vergangenen drei Jahren ein wenig etwas geändert.

Letztendlich spielt das auch nicht die entscheidende Rolle. Am 13. August 2022 war an dieser Stelle mittags um 13 Uhr der Urlaub zu Ende. Für vier Wochen war er geplant, das Ende schon nach zwei Wochen. Das alleine war schon sehr ärgerlich.

Es war auch gut für Mona, als Beifahrer nochmals DIE Strecke zu sehen, die sie damals nach "Stryn" hinunter fahren musste. Sie hat es gemeistert, das ist das Entscheidende an dieser Geschichte.

Deswegen an dieser Stelle ein fettes Dankeschön an Mona ... du warst sehr tapfer !!!

Mittlerweile ist es schon kurz vor 17 Uhr ... es wird Zeit, sich Gedanken über die Bleibe für die Nacht zu machen. Und was liegt näher, als den Campingplatz in Stryn (Link) für eine Nacht anzufahren, auf dem wir im August 2022 mehrere Tage verbringen mussten, bzw. durften, bis die Heimreise geregelt war ?

Die Fahrt bis nach Stryn hat fast eineinhalb Stunden gedauert. Die Strecke zieht sich, ist aber landschaftlich atemberaubend schön. Kurz nach 18 Uhr erreichen wir den Campingplatz und melden uns an der Rezeption an.

Dort war die Seniorchefin anwesend, die seinerzeit organisatorisch enorm geholfen hat, nach einer Weile schien sie sich auch an uns und den Vorfall zu erinnern. Wir konnten die Chance nutzen, uns auch bei ihr für die Hilfe seinerzeit zu bedanken. Darüber war sie sichtlich erfreut.

Vom Campingplatz haben wir noch ein paar Bilder gemacht, die zeigen wir noch:

Bildergalerie "Stryn Camping"

Damit endet nun dieser für uns doch sehr denkwürdige Tag. Die Aufarbeitung war für uns beide sehr wichtig und vor allem richtig !

Wir sind dankbar für das heute erlebte, auch wenn die Vergangenheit dadurch nochmals aufgewühlt worden ist.

Damit können wir das Hauptziel der diesjährigen Tour im Teil Norwegen abhaken.

Ab morgen geht die normale Reise weiter.

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Heute Abend passiert weiter nichts, was man hier noch sinnvoll erzählen könnte.

Deswegen sagen wir jetzt zu euch:

Gute Nacht ... Freunde !

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