von Tosteberga nach Kalmar
Samstag, 26. September 2026
Die detaillierte Übersichtskarte für die Fahrt von Tosteberga nach Kalmar
Es ist kurz nach zehn Uhr morgens, als wir den Stellplatz am "Tosteberga Hamn" langsam verlassen. Schon in der Nacht hat es geregnet, heute scheint es ein Regentag zu werden. Da wir jetzt erstmal ein Stück fahren werden, ist das ja auch nicht dramatisch.
Als erstes Ziel haben wir das "Seefahrtmuseum" (Link) in Karlshamn auf dem Plan stehen. Dort angekommen finden wir mehrere große, aber leere Parkplätze, überall sind Schilder mit Halteverbot tagsüber von 8 bis 20 Uhr. Absolut unsinnig ... warum macht man so einen Blödsinn ??? Wir kreiseln durch die Stadt, die Parkflächen entlang den Straßen zu kurz, zu schmal ... bringt uns nichts !
Also fahren wir weiter zum nächsten Ziel in Karlskrona, dem "Stellplatz am Handelshafen" (Link), lt. der Buchungswebseite ist der offizielle Platz voll belegt. Real ist die Hälfte der Plätze frei. Wir können uns nicht vorstellen, dass dies so korrekt ist, aber einen Ansprechpartner gibt es nicht ... ???
Okay, wir würden uns ja gerne für ein paar Stunden auf einen normaler Parkplatz stellen, gerne auch kostenpflichtig, aber keinerlei Hinweis, wie oder wo man bezahlen kann ... wir fahren weiter ... so langsam bessert sich das Wetter *lach* ... vielleicht liegt es daran, dass wir mit den Niederschlägen entspannt umgehen und einfach weiter machen.
So machen wir tatsächlich auch weiter gemäß unserer Tour Planung, die aber auch kein "Gesetz" sein soll. Alles kann, nichts muss. So müssen wir nicht nach "Kristianopel" (Link), weil genau genommen waren wir dort schon einmal. Aber das ist 13 Jahre her (Link).
Bei der dortigen Kirche finden wir einen geeigneten Parkplatz. Die Kirche wurde 1624 unter dem Namen "Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit“ (Link) geweiht. Mehr über die Kirche findet ihr unter dem angegebenen Link. Wir nutzen die Gelegenheit und schauen uns die Kirche näher an.
Die nachfolgende Bildergalerie zeigt es euch recht gut:
Nach dem Besuch der schönen und einfach gehaltenen Kirche schauen wir uns den Ort noch etwas näher an. Dazu noch ein paar erklärende Informationen:
"Kristianopel" ist ein kleiner Ort an der Ostküste, ein sehr kleiner. 88 Einwohner leben dort in typisch schwedischen Holzhäusern ... rot, mit weiß gerahmten Fenstern, gelb und grün. Es gibt einen kleinen Hafen für Sportboote, eine Kirche und einen Campingplatz.
Am Hafen stehen zwei große Kanonen, die ihre Rohre aufs Meer hinaus richten. An den Masten an der Marina wehen ... friedlich nebeneinander ... schwedische und dänische Flaggen. Das Dorf sieht aus wie aus einem schwedischen Bilderbuch: Holzhäuser, rot, gelb und weiß gestrichen, weiße Fensterrahmen.
Es ist so ruhig und friedlich hier ... aber das war nicht immer so. Im 17. Jahrhundert bekam der Ort im Schwedisch-Dänischen Krieg strategische Bedeutung. Mehrmals wurde er von beiden Kriegsparteien angegriffen, verteidigt, erobert und wieder verloren. Und nun noch ein paar Bilder:
Wir ziehen weiter ... aber unseren Plan haben wir heute munter durcheinandergewürfelt, weil es mit den Stell- bzw. Parkplätzen nicht danach geklappt hat. Ist ja kein Drama, ein Plan ist dazu da, geändert zu werden. Deswegen fahren wir in Kalmar auch nicht den Stellplatz am “Elevatorskaien” an (für einen Stadtbummel), sondern den Stellplatz am "Stensviksvägen Parking" (Link). Der Platz liegt neben einer größeren Baustelle, hat keinerlei Komfortausstattung und ist per App relativ günstig zu bezahlen.
Der Platz liegt nur wenige Meter vom Friedhof entfernt, der zum "Schloss Kalmar" (Link) gehört, das heißt ... wir sind auch zu Fuß recht schnell am "Kalmar slott". Dort waren wir noch nie, deswegen nehmen wir die Beine in die Hand und laufen los. Zügig erreichen wir das Schloss und wagen uns über die Zugbrücke hinweg in den Innenhof.
Schon am Eingang erinnern dicke Mauern und wuchtige Türme daran, dass das Schloss von Kalmar vor allem eine Festung war. Hier am Kalmarsund wurde jahrhundertelang Schwedens Grenze verteidigt. Zahllose Menschen Schicksale – von Königen, Kriegern und einfachen Knechten – sind mit den Gemäuern verbunden. Von der wechselvollen Geschichte des Schlosses und der Menschen darin berichten die Ausstellungen. Die allerdings können wir nicht besuchen, da sie schon geschlossen sind.
Da wir das Schloss also nicht von Innen besichtigen können, probieren wir es außen herum.
Strahlender Sonnenschein und praktisch wolkenloser Himmel laden dazu förmlich ein.
Die folgende Bildergalerie veranschaulicht unseren Rundgang um das Schloss:
Für den Weg zurück zum Stellplatz wählen wir den Weg über den Friedhof. Vorbei an der "Södra kapellet" von Kalmar, also der südlichen Kapelle von Kalmar führt uns der Weg fast geradewegs zum Wohnmobil. Käthe wartet, von Elli bewacht, schon sehnsüchtig auf uns.
Für uns gibt es jetzt ein leckeres Abendessen. Leider fehlt davon ein Bild, so können wir euch nicht das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Dafür haben wir noch etwas zu erzählen:
Es klopft kräftig an der Türe. Eine ältere Frau steht davor und überfällt uns in schwedisch. Irgendein Problem scheint sie mit uns zu haben. Wir bitten um Englisch. Dann kommt folgendes: wir stehen verkehrt mit unserem Wohnmobil, so dürfen wir nicht stehen bleiben wegen der Baustelle. Ääähmm ... wieso stehen wir verkehrt ? Wir sollen uns auf die andere Seite stellen und um 90 Grad gedreht uns "ordentlich" hinstellen, so wie es die Schilder auch zeigen. Schilder ? Da ist nirgends ein Schild !!! Doch, das Weiße mit den schwarzen Pfeilen nach links und rechts würde in Schweden genau das aussagen ... also ganz ehrlich, wir haben da ein anderes Verständnis ...
Es fliegen noch ein paar härtere Begriffe durch die Luft und wir ziehen uns zurück. Um des Friedens willen, stellen wir später noch unser Fahrzeug um. Aber jetzt ist es dann soweit und wir sagen nur noch
Gute Nacht ... Freunde !
von Kalmar nach Köpingsvik
Sonntag, 27. September 2026
Die detaillierte Übersichtskarte für die Fahrt von Kalmar nach Köpingsvik
Es ist kurz nach zehn Uhr morgens als wir frisch gefrühstückt starten und den Stellplatz verlassen. Als erstes fahren wir zu einem Parkplatz, der auch als Stellplatz genutzt wird ... "Ställplats Ölandsbron" (Link). Von diesem Parkplatz aus kann man die Ölandsbrücke, die zur Insel Öland führt, besonders gut sehen.
INFO: Die Ölandbrücke (schwedisch Ölandsbron) ist eine Brücke, die Kalmar auf dem schwedischen Festland mit Färjestaden auf der Insel Öland im Osten verbindet. Die vierspurige Straßenbrücke ist nur für Kraftfahrzeuge zugelassen. Sie ist 6072m lang, 13m breit und hat 155 Brückenfelder. An ihrer höchsten Stelle liegt die Fahrbahn 41,69m über dem Meeresspiegel, an ihrer niedrigsten 6,65m.
Der durchschnittliche Verkehr auf der Ölandbrücke beträgt in den Sommermonaten etwa 25.000 Fahrzeuge pro Tag und im Rest des Jahres etwa 15.000 Fahrzeuge pro Tag. Während des Erntedankfests in der letzten Septemberwoche kann der Verkehr bis zu 36.000 Fahrzeuge pro Tag betragen.
Rainer schnappt sich seine große Sony (RX10M4) und spaziert los. Sehr ergiebig ist die Zahl der Bilder nicht, trotzdem reicht es hier für die Webseite:
Nun verlassen wir den Stellplatz und nutzen die Auffahrt zur Brücke. Auf der Brücke angekommen, große Verwunderung. Auf der entgegenkommenden Fahrbahn ist die Hölle los, so als ob die Insel geräumt werden muss.
Wir verstehen das in diesem Augenblick nicht wirklich … was geht hier ab ???
Erst später erfahren wir die Lösung. Dieses Wochenende hat man das "Erntedankfest" gefeiert. Und heute ist Sonntag und die meisten Besucher reisen ab (nach Hause).
Auf der Insel Öland angekommen sehen wir auch schon zwei der für die Insel so typischen alten Windmühlen, mit denen einst die Insel übersät war. Aber das ist wohl eine andere Geschichte !
Für die Insel Öland haben wir in unserer Planung einiges vorgesehen. Sicher werden wir nicht alles anfahren ... aber schauen wir einfach mal, was geht. Der erste Punkt ist die Ruine der einstigen "Burg Ismantorp" (Link). Der Parkplatz ist schnell gefunden, von hier sind es nur noch wenige 100m zu Fuß.
INFO: Ismanstorp ist mit einem Durchmesser von 127 Metern eine der größten alten Burgen Ölands. Innerhalb der 3–4 Meter hohen Mauer befinden sich 88 Hausfundamente, die in radialen Blöcken angeordnet sind. Die Mauer besitzt neun Tore. Einzigartig an der Burg ist, dass die Hausfundamente deutlich sichtbar sind. Die bisherigen archäologischen Untersuchungen konnten keine Datierung liefern.
Die Burg wurde vermutlich in der frühen Eisenzeit (0–500 n. Chr.) erbaut. Entlang der Burgmauer befinden sich einige Steinbrüche, die möglicherweise während des Burgbaus angelegt wurden. Nahezu der gesamte Raum innerhalb der Ringmauer ist bebaut. Hier finden sich Spuren zahlreicher größerer und kleinerer Häuser entlang des Straßen- und Gassennetzes, das alle Teile des Burggeländes mit den Toren in der Wehrmauer verbindet. Die Anlage erinnert an eine mittelalterliche Stadtgemeinschaft ... (Quelle: www.oland.se/ismanstorps-borg)
Auch wenn wir uns wiederholen ... Bilder sagen mehr als 1000 Worte, deswegen nachfolgend eine Bildergalerie:
Die "Burg Ismanntorps" ist für Laien wie uns nur eine Ansammlung von alten Steinen. Aber es ist schon interessant, warum man so eine große Anlage baut und sie wenige 100 Jahre später wieder verlässt. Das hat man bis heute nicht herausgefunden. Auch das Entstehungsdatum ist nicht mit Sicherheit geklärt ... da sind einige Fragen offen.
Wir schließen den Besuch dieser Anlage ab und fahren ein Stückchen weiter. Es sind nur wenige Kilometer und wir erreichen das "Öland-Museum Himmelsberga" (Link). Neben dem Parkplatz steht eine der typischen Windmühlen von Öland, sozusagen als Wegweiser oder Einladung, hier mal näher hinzuschauen. Der Parkplatz ist übrigens sehr gut besucht, da sind wir gespannt, was in dem Museum los ist.
Die historischen Bauernhof-Attraktionen bieten komplett eingerichtete Interieurs aus dem 19. Jahrhundert und später ... ein Einblick in das Leben in einem Ölander Reihenhaus vergangener Zeiten. Eine umfassende Beschreibung der Häuser ist mit dem nachfolgenden Link zu finden: olandsmuseum.com/karl-olsgarden
Heute ist auch hier das schon erwähnte Erntedankfest noch bis zum späten Nachmittag. Deswegen entfällt heute auch der sonst übliche Eintrittspreis. Dann schauen wir doch mal rein in das "Museum für Kunst und Kulturgeschichte".
Es wird Zeit für eine Pause. Die gönnen wir uns im museumseigenen Restaurant. Die Idee haben wohl nicht nur wir, das Restaurant ist gut besucht. Heute gibt es Erbseneintopf mit einer Scheibe Käsebrot. Dazu Kaffee und / oder Wasser. Geschmacklich etwas gewöhnungsbedürftig, aber grundsätzlich okay.
In Ruhe genießen wir unsere Auszeit und folgen dem Treiben um uns herum. Es scheint noch ein Bus mit Touristen gekommen zu sein, es füllt sich auf einmal fast dramatisch.
Für uns auch Grund genug, unser Mahl zu beenden und langsam das Museum zu verlassen. Mona hat unterwegs noch einen Wegweiser gesehen, dem möchten wir noch gerne nachgehen.
So kommen wir zu dem Ort "Sättra" (Link). Auch hier Erntedankfest bzw. Herbstmarkt ganz allgemein. Zu Sättra gibt es nicht viel zu sagen, wir probieren es trotzdem:
INFO: Sättra ist ein kleiner Weiler (Ortsteil) in der Gemeinde Borgholm auf der schwedischen Ostseeinsel Öland in der Provinz Kalmar län. Der Ort liegt im mittleren Teil von Öland (Mellersta Öland), nahe bei Borgholm, Ekerum und Rälla und hat ca. 100 Einwohner.
Früher war Sättra ein Bahnhalt (Sättra stationssamhälle) an der 1961 stillgelegten Schmalspurbahn Borgholm–Färjestaden. In den 1920er Jahren erhielt der Ort als einer der ersten ländlichen Bereiche Ölands elektrisches Licht.
Die zentrale Lage eignet sich gut als Startpunkt, um sowohl die Strände im Osten als auch die Steinküste im Norden oder das Welterbe im Süden Ölands zu erkunden. (Quelle: KI Google)
Und wir haben ein paar Bilder für euch:
So besonders viel war für uns in Sättra nicht geboten. Ergänzend dazu haben vereinzelt die Händler ihre Waren schon eingepackt und damit praktisch den "Ladenschluss" eingeläutet. Das kann man Angesicht der Massen, die in den letzten Tagen hier anscheinend unterwegs waren, auch gut verstehen.
Wir fahren nun in Richtung Borgholm. Dort möchten wir gerne einen Stellplatz aufsuchen. Letztendlich landen wir nördlich von Borgholm in dem Ort Köpingsvik. Bei einer früheren Schmiede finden wir einen passenden Platz für uns ... den "Smedjans Ställplats" (Link). Der Platz kostet 150 SEK (ohne Strom, aber mit Toilette und Dusche).
In Borgholm am Hafen werden 200 SEK verlangt, ohne irgendwelche Extras. Und Meeresblick haben wir hier auch ...








